Dienstag, 16 Juli 2019
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Bangladesch: UN impfen 500,000 Kinder gegen Diphtherie

 rohynga15. Januar 2018 – Aufgrund des Ausbruchs von Diphtherie in den Rohingya Flüchtlingslagern läuft derzeit eine von den UN geleitete Impfaktion für 475,000 Kinder, die in Lagern und Siedlungen in der Gegend um Cox Bazar in Bangladesch untergebracht sind.

 „Wir unternehmen alles um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu stoppen“, sagte Bardan Jung Rana von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

 Zwischen dem 8. November 2017 und dem 11. Januar 2018 waren in der Gegend um Cox's Bazar mehr als 30 Menschen an Diphtherie gestorben. WHO, UNICEF und andere Gesundheitspartner arbeiten gemeinsam mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales, um eine feste Anlaufstelle zu schaffen, die für die Immunisierung in den Rohingya Lagern verantwortlich sein soll.

 „Durch die starke Zunahme an Geflüchteten in der letzten Zeit ist die Versorgung mit grundlegendsten Hilfsmitteln in den Siedlungsgebieten in Gefahr geraten. Die aktuellen Lebensbedingungen haben nachhaltige Auswirkungen auf ihre Gesundheit“, sagte der UNICEF Landesbeauftragte Edouard Beigbeder. Um das Übergreifen der Erkrankungen auf andere Siedlungsgebiete und somit die weitere Ausbreitung von Diphterie einzudämmen, wurden jetzt 160.000 Kindern aus den Vororten rund um die Flüchtlingslager mit dem Impfstoff versorgt.

 Die UN schätzen, dass im vergangenen Jahr etwa 655,000 Menschen von Burma nach Bangladesch geflohen sind. Im vergangenen Dezember waren im Rahmen einer Immunisierungskampagne bereits mehr als 300,000 Kinder geimpft worden.

 


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