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Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu chemischem Anschlag im britischen Salisbury

russische foderation un sicherheitsrat giftgasanschlag15. März 2018 - Der UN-Sicherheitsrat ist zusammengekommen, um über den Fall des ehemaligen Doppelagenten Sergei Skripal zu debattieren, der im britischen Salisbury Opfer eines Nervengift-Anschlages wurde. Er und seine Tochter befinden sich weiter in einem kritischen Zustand.
Einem Bericht zufolge, der dem Präsidenten des UN-Sicherheitsrates durch die britische Regierung vorgelegt wurde, haben Untersuchungen der britischen Polizei ergeben, dass die russische Regierung mit hoher Wahrscheinlichkeit für das Attentat verantwortlich sei.
Untersuchungen der „Organisation für das Verbot chemischer Waffen“ (OPCW) zufolge, ist der ehemalige Doppelagent dem Nervengas Novichock ausgesetzt worden, das in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt wurde.
Da die Russische Föderation eine Vorgeschichte in der Verübung chemischer Attentate habe, sei die britische Regierung zu dem Schluss gekommen, dass dieses Attentat entweder durch die russische Regierung durchgeführt worden ist, oder dass diese die Kontrolle über die Nutzung des Nervengases verloren habe, so Jonathan Guy Allen, der Vertreter Großbritanniens im Sicherheitsrat.
Neben der britischen Regierung äußerte auch die amerikanische UN-Botschafterin Nikky Haley Bedenken angesichts der Zunahme chemischer Attentate auf der Welt. Auch sie machte die russische Regierung für den Giftgas-Anschlag in Salisbury verantwortlich.
Der Vertreter der Russischen Föderation, Wassili Nebensia, bezeichnete die Anschuldigungen der britischen Regierung als unverantwortlich. Er sehe in den Anschuldigungen einen Angriff auf die Souveränität seines Landes. Er fügte hinzu, dass die Russische Föderation 2017 alle Restbestände von chemischen Waffen zerstört habe.
Vor der Sitzung hatte die Russische Föderation ein durch die britische Regierung gestelltes Ultimatum verstreichen lassen.

LINK: http://bit.ly/2FSj5RI

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