Dienstag, 23 Juli 2019
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UNHCR intensiviert humanitäre Unterstützung für Flüchtende aus der Demokratischen Republik Kongo (DRC)

drkongo flucht uganda unhcr vertreibung konfliktIn den letzten drei Tagen sind mehr als 4.000 Personen, hauptsächlich Frauen und Kinder, vor der eskalierenden Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo über die Grenze nach Uganda geflohen, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Freitag mitteilte.
Barbar Baloch, Sprecher des UNHCR, berichtete Journalisten, dass das UN-Flüchtlingshilfswerk mit Partnern in Uganda versuche, den Zustrom von Flüchtenden aus dem Nachbarland zu koordinieren. Zahlreiche Flüchtende seien erschöpft und traumatisiert. Darüber hinaus berichteten sie über zunehmende interethnische und sexuelle Gewalt.
Seit Beginn des Jahres sind mehr als 57.000 Menschen aus dem Land geflohen. Bei der überwiegenden Mehrheit (77,5%) handelt es sich um Frauen und Kinder,
Aufgrund fehlender Zugangsmöglichkeiten sei es schwer, ein detailliertes Bild über die aktuelle Lage abzugeben, so die UN-Nebenorganisation weiter. Im Zusammenhang mit dem zunehmenden innerstaatlichen und interethnischen Konflikt in DRC liegen dem UNHCR Berichte über systematische Vergewaltigungen und Tötungen vor. Den Schilderungen zufolge hätten bewaffnete Gruppierungen Dörfer angegriffen, Häuser geplündert und niedergebrannt und zahlreiche Zivilisten getötet oder gekidnappt.
Das Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat aus diesem Grund das Personal und die Ressourcen vor Ort aufgestockt. Dabei besteht deren Aufgabe vor allem in der Aufnahme und Betreuung von Flüchtenden.
Dem UN-Flüchtlingshilfswerk und seinen Partnern fehlen noch mehr als 95% des Flüchtlingsfonds für Uganda, der sich auf 180 Millionen US Dollar beläuft.

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