Dienstag, 22 Mai 2018
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UNICEF fordert wohlhabende Länder auf, das Stillen zu fördern

image1170x530cropped11. Mai 2018 – Babies in wohlhabenden Ländern werden mit fünfmal höherer Wahrscheinlichkeit nicht gestillt, als Babies aus unterentwickelten Ländern, sagte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) am Donnerstag und erklärte, dass diese Lücke durch bessere Unterstützung für berufstätige Frauen und die Regulierung des Verkaufs von Säuglingsanfangsnahrung geschlossen werden könnte.

Jedes Jahr werden ungefähr 7,6 Millionen Babies weltweit nicht gestillt, trotz eindeutiger Beweise dafür, dass dies Leben rettet und Babies und Mütter vor tötlichen Krankheiten schützen kann.

Es ist auch bewiesen, dass Stillen sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt und die Bildung verbessert, sagte UNICEF in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. In einkommensstarken Ländern werden 21 Prozent der Babies garnicht gestillt, während diese Zahl in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen bei vier Prozent liegt.

Müttern in reicheren Ländern fehlt es oft an Unterstützung um zu Hause oder am Arbeitsplatz stillen zu können.

„Stillen ist das beste Geschenk welches eine Mutter, ob reich oder arm, ihrem Kind und sich selbst geben kann“, sagte Shahida Azfar, UNICEF’s stellvertretende Exekutivdirektorin. „Zum Muttertag müssen wir allen Müttern der Welt die Unterstützung geben, die sie brauchen, um ihr Kind stillen zu können.“

Nach der neuen Studie werden 99 Prozent der Babies aus Bhutan, Madagascar und Peru wenigstens einmal gestillt. Aber nur 55 Prozent in Irland, 74 Prozent in den USA und 77 Prozent in Spanien.

UN-Generalsekretär António Guterres: Erklärung zum Internationalen Tag der Pressefreiheit, 3. Mai 2018

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