Freitag, 19 Oktober 2018
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UN-Sicherheitsrat ruft nach tödlichen Auseinandersetzungen in Gaza zu Ruhe auf

Foto16. Mai 2018 – Nach den tödlichen Zusammenstößen am Montag hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Dienstag eine Krisensitzung einberufen und fordert zu Ruhe an der Grenze des Gazastreifens auf. Außerdem protestierte er gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA und die offizielle Eröffnung ihrer Botschaft dort.

„Für die Menschen in Gaza war gestern ein tragischer Tag", sagte der UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten, Nickolay Mladenow in einer Unterrichtung des Sicherheitsrats.

Berichten zufolge sind am Montag in der von Israel besetzten palästinensischen Enklave mindestens 60 Menschen – darunter sechs Kinder – ums Leben gekommen und mehr als 1.300 verletzt worden, als israelische Truppen scharfe Munition, Gummigeschosse und Tränengas auf Demonstranten am Grenzzaun abfeuerten.

„Israel ist dafür verantwortlich, seinen Einsatz von Gewalt zu bestimmen und keine tödliche Gewalt anzuwenden, außer als letzten Ausweg bei unmittelbarer Bedrohung durch Tod oder schwere Verletzungen", sagte Mladenow.

Er forderte auch die Hamas auf, die Proteste nicht als Ablenkung für gewaltsame Angriffe an der Grenze zu nutzen und israelische Kräfte zu provozieren. „Dieser Kreislauf an Gewalt in Gaza muss beendet werden", sagte der UN-Sonderkoordinator weiter, „denn wenn nicht, wird es zu einer Explosion kommen und jeden in der Region in eine weitere tödliche Konfrontation treiben."

UN-Generalsekretär António Guterres zum Internationalen Tag des Friedens, 21. September 2018

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