Mittwoch, 21 November 2018
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Zusammenstöße in Mali: UN-Generalsekretär ruft zum Dialog auf

1 mali4. Juni 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Bereitschaftspolizei in Malis Hauptstadt Bamako zu "Ruhe und Zurückhaltung" aufgerufen.

Berichten zufolge soll die Polizei Tränengas gegen Oppositionsanhänger eingesetzt haben, um einen Protestmarsch für mehr Transparenz vor den Präsidentschaftswahlen nächsten Monat in der Hauptstadt zu zerschlagen. 

Der UN-Generalsekretär war Anfang der Woche zu einem zweitägigen Besuch in Mali, um die Entschlossenheit und die Opferbereitschaft der UN-Friedenstruppen in der derzeit gefährlichsten Blauhelm-Mission zu würdigen.

Er äußerte sein Bedauern darüber, dass die malische Regierung Demonstrationen der Oppositionsparteien verboten habe, und betonte, dass ein „miteinbeziehender, politischer Dialog" ebenso wichtig sei wie der „Schutz der fundamentalen Menschenrechte und der freien Meinungsäußerung für friedliche Demonstrationen, auch angesichts des anhaltenden Ausnahmezustands." 

Bei seinem Besuch in Mali in dieser Woche hatte sich Guterres auch mit Parteien des vor drei Jahren unterzeichneten – jedoch brüchigen – Waffenstillstandsabkommens getroffen, danach sagte er, dass die UN bereit seien, „eine friedliche Lösung der Konflikte zu unterstützen".

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