Dienstag, 20 November 2018
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UN-Organisationen und Myanmar unterzeichnen Vereinbarung für Rohingya-Rückkehr

myanmar6. Juni 2018 – UN-Generalsekretär António Guterres hat die zwischen den UN-Organisationen und Myanmar erzielte Vereinbarung begrüßt. Diese soll Hunderttausenden Rohingya-Flüchtlingen ermöglichen, freiwillig und sicher in ihre Heimat Rakhine zurückzukehren.

Am Mittwoch unterzeichneten die Regierung von Myanmar, das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) die Vereinbarung. Inhaltlich betrifft diese die Unterstützung seitens der UN, um Bedingungen für eine freiwillige und sichere Rückkehr von Flüchtlingen aus Bangladesch und ihre Reintegration in das Land zu schaffen.

"Da diese Bedingungen noch nicht gegeben sind, begrüßt der Generalsekretär die Vereinbarung der myanmarischen Regierung, diesen ersten Schritt zur Lösung der tieferen Ursachen des Konflikts in Rakhine zu unternehmen", hieß es in der Erklärung eines Sprechers des UN-Generalsekretärs.

Seit August letzten Jahres waren rund 700.000 überwiegend muslimische Rohingya aus der Provinz Rakhine, im mehrheitlich buddhistischen Myanmar, in das benachbarte Bangladesch geflohen. Die meisten Flüchtlinge gaben an, vor Gewalt und Verfolgung geflohen zu sein.

Die Vereinbarung wird UNHCR und UNDP nun Zugang nach Rakhine verschaffen, einschließlich der Herkunftsorte der Flüchtlinge und möglicher neuer Siedlungsgebiete, zu denen die Vereinten Nationen seit Ausbruch der Gewalt keinen Zugang hatten.

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