Mittwoch, 21 November 2018
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UN-Sondergesandter: Militärische Eskalation im Jemen wird "ernsthafte Konsequenzen" für Zivilisten haben

Jemen14. Juni 2018 – Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat versucht die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Hodeidah zu gewinnen und von oppositionellen Huthi-Truppen zu übernehmen. Dies werde für Millionen von Zivilisten „ernsthafte Konsequenzen" in einer bereits „schlimmen" Situation haben, sagte der UN-Sondergesandte für Jemen Martin Griffiths am Mittwoch.

Nach Berichten über einen schweren Luft- und Bodenangriff gegen die strategisch wichtige Stadt Hodeidah am Roten Meer warnte der UN-Sondergesandte Martin Griffiths in einer Erklärung, dass es „Auswirkungen auf seine Bemühungen haben werde, die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen".

Griffiths bekräftigte das „starke Engagement" der Vereinten Nationen für eine politische Lösung des Konflikts und sagte, dass „jede Gelegenheit" genutzt werde, um eine militärische Konfrontation zu vermeiden.

„Ich fordere die Parteien auf, sich konstruktiv mit unseren Bemühungen zu befassen, Hodeidah jegliche militärische Konfrontation zu ersparen", hieß es in Griffiths Statement. „Ich fordere die Parteien außerdem auf, Zurückhaltung zu üben und dem Frieden eine Chance zu geben."

Schon vor dem gegenwärtigen Konflikt zählte Jemen zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Kämpfe im Land haben dazu geführt, dass weniger als die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen des Landes in Betrieb sind. Grundlegende medizinische Bedürfnisse können nicht erfüllt werden, wodurch Jemeniten für vermeidbare Krankheiten anfällig sind. So sind im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen an Cholera erkrankt.

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