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Welttag gegen Menschenhandel: Moralische Pflicht von Staaten, schwere Menschenrechtsverletzungen zu stoppen

Welttag gegen Menschenhandel30. Juli 2018 -Die UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenhandel Maria Grazia Giammarinaro hat zum Welttag gegen Menschenhandel gefordert, die Rechte von Opfern und potentiellen Opfern besser zu schützen. Sie appellierte an alle Staaten, Menschenhandel global besser zu verhindern und zu bekämpfen. 

Vor allem Migranten, darunter auch Flüchtlinge und Asylsuchende, seien aufgrund der fehlenden Schutzwirkung sozialer Netzwerke in besonderem Maße Menschenhandel und Ausbeutung ausgesetzt, so Giammarinaro. 

In der gegenwärtigen „vergifteten politischen Atmosphäre gegen Migration“ werde der Kampf gegen Menschenhandel oft missbraucht, um „eine restriktivere Migrationspolitik und Rückführungsmaßnahmen“ zu rechtfertigen. 

Giammarinaro forderte vor diesem Hintergrund Staatsführer und Verantwortliche auf, sich offen gegen Fremdenhass und Rassismus, genauso wie gegen Gewalt, Hass und Diskriminierung zu positionieren.

Dazu gehöre auch die Entkriminalisierung von Organisationen, die ihre Solidarität mit Opfern von Menschenhandel ausdrücken und sich für Opfer von Menschenhandel einsetzen. 

„Inklusion, nicht Exklusion, ist die Antwort,“ so Giammarinaro. 

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