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UN-Generalsekretär verurteilt Luftangriff auf einen Schulbus im Jemen

jemen attack schoolbus10. August 2018 – António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, hat sich schockiert gegen den Luftangriff durch regierungstreue Koalitionstruppen im Jemen ausgesprochen, bei dem gestern ein Schulbus in einem geschäftigen Marktviertel der nördlichen Provinz Saada getroffen wurde und dutzende Kinder getötet wurden.

Erste Berichte weisen darauf hin, dass die Anzahl der Todesopfer weit über 60 liegen könnte. Zudem gäbe es duzende Schwerverletzte. Die meisten Kinder seien zwischen 10 und 13 Jahre alt gewesen. 

Guterres appellierte für „unabhängige und augenblickliche Ermittlungen“ und sprach den Familien der Opfer sein „tiefstes Beileid“ aus. 

In einer Stellungnahme forderte er alle Parteien auf, „ihre Verpflichtungen durch das internationale humanitäre Recht wahrzunehmen“ und Kinder, Zivilisten sowie die zivile Infrastruktur bei der Durchführung militärischer Operationen zu verschonen. Es müsse verhindert werden, dass der Jemen „noch tiefer in den Abgrund einer humanitären Katastrophe sinkt“. 

Auch die Leiterin des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF), Henrietta Fore, hat den Vorfall aufs Schärfste verurteilt und sowohl die Konfliktparteien als auch die internationale Gemeinschaft dazu gedrängt, ein Ende des Konflikts herbeizuführen. „Angriffe auf Kinder sind absolut unerträglich. Ich bin entsetzt über den Luftangriff auf unschuldige Kinder – einige mit UNICEF-Rücksäcken. Genug ist genug.“ 

Der Konflikt im Jemen begann 2011 mit einzelnen Aufständen. Die Kämpfe eskalierten jedoch erst im März 2015 als eine von Saudi-Arabien geleitete internationale Koalition auf die Anfrage des jemenitischen Präsidenten militärisch eingriff.

Die UN trauern um Kofi Annan, 18. August 2018

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