Dienstag, 16 Juli 2019
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UNICEF-Appell: Ende des Krieges gegen Kinder in Syrien und Jemen

Bildschirmfoto 2018 08 14 um 13.44.5214. August 2018 - Am Montag hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (United Nations International Children´s Fund, UNICEF) aufgerufen, die Angriffe gegen Kinder in den Konfliktregionen in Syrien und im Jemen zu beenden.

Nach UNICEF-Angaben sind seit Sonntag in Idlib und West-Aleppo 28 Kinder getötet worden. Darüber hinaus wurden drei von UNICEF unterstützte Gesundheitszentren angegriffen. Zwei von diesen können ihren Aufgaben aus diesem Grund nicht mehr nachkommen.

„Der Krieg gegen Kinder in Syrien gefährdet alleine in Idlib drei Millionen Kinder“, so UNICEF Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika, Geert Cappelaere.

Mehr als fünf Millionen Kinder sind in Syrien von humanitären Hilfsleistungen abhängig. Etwa die Hälfte dieser Kinder ist aufgrund des Krieges dauerhaft gezwungen, die eigene Heimat zu verlassen.

Und auch im Jemen sind Kinder weiterhin massiven Übergriffen ausgesetzt. In der vergangenen Woche wurden 21 Schulkinder getötet, als ihr Schulbus bei einem Luftangriff getroffen wurde.

Juliet Touma, für die Region zuständige UNICEF-Pressesprecherin, betonte vor diesem Hintergrund: „Es findet offensichtlich ein Krieg gegen Kinder statt.“ Kinder würden ihrer Grundrechte, wie dem Recht auf Gesundheitsversorgung und Bildung, beraubt.

„In der gesamten Region sind etwa 30 Millionen Kinder von humanitärer Hilfe abhängig“, erklärte Touma und bezog sich dabei auch auf die Situation in Ländern wie Libyen, Sudan und den besetzten palästinensischen Gebieten.

„Der Krieg gegen Kinder dauert an… und er muss zu einem Ende kommen“, so Touma.

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