Mittwoch, 19 September 2018
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UN-Cinema: Dokumentarfilm „The Last Animals“ in der Deutschen Welle

UN Cinema TLA Bonn 3 Copy14. September 2018 – In Zusammenarbeit mit der DGVN NRW hat UNRIC Deutschland gestern zur UN-Cinema Filmvorführung in den Gremiensaal der Deutschen Welle in Bonn geladen. Rund 150 Gäste nahmen teil. Gezeigt wurde der preisgekrönte Dokumentarfilm „The Last Animals“, in dem die Regisseurin Kate Brooks die Arbeit von Naturschützern, Aktivisten und Wissenschaftlern zum Schutz der letzten Tiere Ihrer Art begleitet.

UN Cinema TLA Bonn CopyAuf beeindruckende Weise und streckenweise mit verdeckter Kamera gefilmt, berichtet der Film über den Kampf gegen Wilderer und kriminelle Netzwerke zum Schutz von Elefanten und Nashörnern. Von Afrika bis hinter die Kulissen asiatischer Märkte und in die USA beleuchtet der Film die globale Reaktion auf die Tierschlachtung und berichtet über den verzweifelten Versuch das Nördliche Breitmaulnashorn (Northern White Rhino) vor dem Aussterben zu bewahren.

UN Cinema TLA Bonn 2 CopyIn der anschließenden Diskussion beantworteten Experten zweier in Bonn ansässiger Organisationen Fragen rund um ihre Arbeit für Artenschutz und gegen Wilderei. Joseph Mutua arbeitet in Bonn in der Abteilung für Umweltrecht der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN). Der Fokus seiner Arbeit liegt im Bereich illegaler Wildtierhandel und laut Joseph ist Korruption eine der größten Herausforderungen. So werden zum Beispiel in Tanzania laut Joseph rund 70% der Fälle, die vor Gericht gebracht werden, im Berufungsverfahren zurückgewiesen.

Auch Melanie Virtue arbeitet in Bonn für die Konvention zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (UN Environment Convention on Migratory Species, CMS, Bonn Convention). Sie blickt auf über 20 Jahre Arbeitserfahrung mit den Vereinten Nationen zurück, unter anderem am Hauptsitz des UN-Umweltprogramms (UNEP) in Nairobi. Auf die Frage, warum der Schutz wilder Tiere in Afrika uns alle eigentlich betrifft, sagte Melanie: „Wir müssen uns fragen, wieviele Arten wir in unserer Lebenszeit aussterben lassen, bis nur noch der Mensch und Plastik übrig bleiben. Ist das die Welt, in der wir leben möchten? Ich denke nicht und deswegen ist es so wichtig, dass wir unsere Aufmerksamkeit jetzt dieser Krise widmen.“

UN-Cinema ist eine europaweite Initiative, die ursprünglich 2007 vom Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNRIC) in Brüssel ins Leben gerufen wurde. Dabei werden Filme zu UNO-relevanten Themen gezeigt, gefolgt von Podiumsdiskussionen mit geladenen Gästen, die entweder zur Entstehung des Filmes beigetragen haben oder Experten für das im Film behandelte Thema sind. Der Eintritt ist frei.

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