Dienstag, 20 November 2018
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UN-Organisation unterstützt Migranten-Karawan in Zentralamerika, besorgt über Auswirkungen auf Empfängerländer

Migrations Karawan5. November 2018 - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) stellt Schutz und Unterstützung für Migranten bereit, die in mehreren, eigens organisierten Karawanen Zentralamerika durchqueren, und drückt gleichzeitig Besorgnis über die „Belastung und Anforderungen“ aus, vor die die Aufnahmeländer gestellt würden.

In einer Auffangstation im mexikanisches Tapachula verteilt die IOM gemeinsam mit dem mexikanischen Außenministerium Nahrung und grundlegende Hygieneartikel an über 1.500 Asylbewerber.

Eine weitere Karawane von ca. 1.800 Migranten war am Montag laut lokalen Behörden ins Land gelassen worden, eine dritte von etwa 500 Salvadorianern am Dienstag, und eine vierte Gruppe mit 1.700 Mitgliedern habe am Donnerstag vor der mexikanischen Grenze übernachtet.

Angetrieben werde der „gemischte Migrationsfluss“ laut Marcelo Pisani, IOM-Regionaldirektor für Zentralamerika, Nordameria und der Karibik, von wirtschaftlichen Faktoren, dem Wunsch nach Familienzusammenführung, Gewalt und dem Bedürfnis nach internationalem Schutz. Viele Migranten seien nach der 850 Kilometer langen Wanderung jedoch so erschöpft, dass sie sich zur freiwilligen Umkehr entschieden.

„IOM vertritt die Ansicht, dass die Menschenrechte und Grundbedürfnisse aller Migranten respektiert werden müssen, unabhängig von deren Migrationsstatus“, sagte Christopher Gascon, Leiter der IOM in Mexiko.

„Trotz allem sind wir über die Belastung und die Anforderungen besorgt, vor die solche Karawanen die humanitäre Gemeinschaft und die Asylsysteme der Empfängerländer stellen“, sagte Marcelo Pisani. „Die Mittel, um diesen Herausforderungen entgegenzutreten und sich angemessen um Migranten zu kümmern und diese zu beschützen, sind letztendlich begrenzt.“

„Der effektive Schutz der Menschenrechte basiert auf dem Respekt für internationale Vereinbarungen und nationale Gesetze. Diese müssen den Rahmen für jede Art von Umgang mit dieser Situation bieten“, sagte Pisani.

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