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UN-Generalsekretär Guterres: Globale Probleme brauchen globale Lösungen

Peace Forum, António Guterres, Multilateralismus11. November 2018 – Bei den Gedenkfeiern zum Ende des 1. Weltkriegs vor genau 100 Jahren hat UN-Generalsekretär Guterres beim ersten Peace Forum in Paris von der enormen Wichtigkeit internationaler Kooperation angesichts globaler Herausforderungen wie globaler Konflikte, Konjuntkturschwäche, Epidemien oder Klimawandel gesprochen.

Auch wenn die Schrecken des Krieges noch nicht vergessen seien, so dürften diese niemals über unsere Hoffnung herrschen, welche uns zur Entwicklung des Multilateralismus im 21. Jahrhundert und schließlich zur Gründung der Vereinten Nationen infolge des Zweiten Weltkrieges geführt hätten, so Guterres.

Er zog Parallelen zwischen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie dem wachsenden Totalitarismus ab 1930 bis heute, was Anlass zur Sorge gebe.
„Eine Schwächung des demokratischen Prinzips der Kompromissschließung und die Gleichgültigkeit gegenüber gemeinsamem Regelwerk sind Gift für den Multilateralismus“, fuhr er fort. „Multilaterale Kooperation ist unverzichtbar in der Lösung der sich ausbreitenden nuklearen Krise“, so Guterres.

Klimawandel, demographischer Wandel und Migration sowie technologische Umwälzungen stellen laut Guterres die drängendsten Aufgaben unserer Zeit dar und erfordern dringend internationale Zusammenarbeit.

Deshalb betonte der Generalsekretär, er werde Angriffen auf den dringend benötigten Multilateralismus nicht tatenlos zuschauen. Um zum Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung beizutragen und wachsender Ungerechtigkeit entgegenzuwirken, plädierte Guterres für einen inklusiven Multilateralismus, der Zivilgesellschaft und Unternehmen miteinbezieht. Er erklärte: „Meine Mission ist einfach: effektiver zu arbeiten, um den Menschen, für die wir Notwendigkeit und Hoffnung darstellen, besser zu dienen“. Der Schlüssel dazu liegt für Guterres in der geographischen Vielfalt und der Geschlechtergerechtigkeit.

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