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Jemen–Krieg: UN-gestützte Gespräche zur Waffenruhe beginnen in Stockholm

 

Jemen, Krieg

6.Dezember 2018 – Es besteht große Hoffnung, dass die Konfliktparteien längst überfällige Verhandlungen über ein Ende des Konflikts beginnen, der mittlerweile Millionen von Zivilisten von internationaler Hilfe abhängig gemacht hat.
Am Mittwoch verkündete Jemen-Sondergesandter Martin Griffiths, dass die Wiederaufnahme des politischen Prozesses in der schwedischen Hauptstadt in wenigen Stunden beginnen werde.
Er dankte der schwedischen Regierung für die Bemühungen um die Organisation der Verhandlungen sowie der Regierung Kuwaits, die die Einreisebedingungen für die Delegation der Huthi-Rebellen ermöglicht hatte. An den Einreisebedingungen scheiterten bereits die im September in Genf geplanten Verhandlungen der UN.
Im Jemen sind mittlerweile mehr als 22 Millionen Menschen abhängig von humanitärer Hilfe und Schutz, darunter leiden acht Millionen an Lebensmittelknappheit oder sind vom Hungerstod bedroht.

Der Konflikt im Jemen eskalierte 2015, nachdem das saudische Militär auf Beschluss der Regierung einen Aufstand der Huthi-Rebellen niederschlug. Seitdem sind bereits tausende Zivilisten in den Luftangriffen und Bodenkämpfen umgekommen. Die großflächige Zerstörung der Infrastruktur führt immer wieder zu Ausbrüchen von Cholera und anderen tödlichen Epidemien.

Laut Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben alle Konfliktparteien sowohl das humanitäre Völkerrecht als auch die Menschenrechte missachtet und vorrangige und rechtzeitige humanitäre Hilfe verhindert.

UN-Generalsekretär Guterres zum Internationalen Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2018

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