Dienstag, 16 Juli 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

Tausende fliehen vor den Kämpfen in Syriens letzter ISIS-Hochburg

14. Januar 2Syria 1401019 - Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR steigt die Zahl ziviler Opfer und groß angelegter Vertreibungen im Nordosten Syriens. Gleichzeitg werden die Bemühungen verstärkt, die Extremisten des Isalmischen Staates (ISIS) im Gebiet von Deir-ez-Zor zu bekämpfen.

UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic warnte in Genf, dass durch Zusammenstöße und Luftangriffe in der Enklave Hajin zehntausende von Menschen gezwungen würden, in den Norden des Landes zu fliehen. "In den letzten sechs Monaten wurden mehr als 25.000 Menschen in diesem Teil des Landes vertrieben“, sagte Mahecic.

Zu den gefährdeten Personen gehören insbesondere Frauen, Kinder und ältere Menschen, führte der UN-Sprecher fort und forderte alle Parteien dazu auf, ungehinderte Mobilität und den sicheren Transport für vertriebene Familien zu gewährleisten, denn die Krise sei noch lange nicht vorbei.

"Es wird derzeit geschätzt, dass 2.000 Menschen im vom Konflikt betroffenen Gebiet von Hajin bleiben", erklärte Mahecic. "Die Flüchtlinge berichten von immer verzweifelteren Bedingungen, mit sinkenden Dienstleistungen und extrem hohen Preisen für Grundnahrungsmittel. Wir sind besorgt um Zivilisten, die weiterhin in von ISIL kontrollierten Gebieten gefangen sind."

Die UNHCR-Teams setzen, gemeinsam mit ihren Partnern, Prioritäten beim Schutz unbegleiteter Kinder und helfen gleichzeitig Menschen, die medizinische Hilfe brauchen. Zelte und andere wichtige Hilfsgüter werden den Neuankömmlingen zur Verfügung gestellt, während die Gemeinschaftseinrichtungen ausgebaut werden, um sich auf einen erwarteten Anstieg der Ankünfte aus Hajin einzustellen.

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

UN Card 2016 DE 250px front