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UN betont „geteilte Verantwortung", um 420.000 unnötige Todesfälle durch verdorbene Lebensmittel jährlich zu stoppen

13. Februar 2019food 1302 - Jedes Jahr erkranken mehr als 600 Millionen Menschen weltweit an Lebensmitteln, die mit Bakterien, Viren, Parasiten, Toxinen oder Chemikalien verunreinigt sind. 420.000 Menschen sterben sogar. Aus diesem Grund haben die Staats- und Regierungschefs der Welt zu einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit aufgerufen, um die Nahrungsmittelsicherheit zu verbessern.

Gestern hat die erste Internationale Konferenz für Lebensmittelsicherheit in Addis Abeba stattgefunden, organisiert von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welthandelsorganisation (WTO) und der Afrikanischen Union (AU). Unter anderem wurde die Notwendigkeit der Ausrottung gefährlicher Lebensmittel beleuchtet, denn diese behindern auch die Fortschritte der nachhaltigen Entwicklung weltweit.

"Der Schutz unserer Lebensmittel ist eine gemeinsame Verantwortung", sagte FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva auf der Konferenz. "Wir müssen zusammenarbeiten, um die Lebensmittelsicherheit auf nationaler und internationaler politischer Ebene zu erhöhen."

Ernährungsbedingte Krankheiten überlasten die Gesundheitssysteme und schädigen Wirtschaft, Handel und Tourismus. Darüber hinaus kosten die Auswirkungen unsicherer Lebensmittel Volkswirtschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen jedes Jahr rund 95 Milliarden Dollar an Produktivitätsverlusten.

Die Systeme der Lebensmittelsicherheit müssen auch mit der Produktion und dem Verbrauch von Lebensmitteln Schritt halten. Dies erfordert koordinierte Ansätze für Regulierungsvorschriften und Programme zur Krankheitsüberwachung und Lebensmittelüberwachung, die auch durch Informationstechnologien und Schulungen unterstützt werden.

Die Lebensmittelsicherheit müsse ein vorrangiges Ziel auf jeder Stufe der Lebensmittelkette sein, von der Erzeugung über die Ernte, Verarbeitung, Lagerung, Verteilung, Zubereitung und Verbrauch, betonten die Konferenzteilnehmer.

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