Mittwoch, 18 September 2019
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Masernfälle haben sich laut Weltgesundheitsorganisation innerhalb eines Jahres fast verdoppelt

15. Februar 2Masern 1502019 – Inmitten steigender und anhaltender Ausbrüche auf der ganzen Welt wurde eine prognostizierte Verdoppelung der Maserninfektionen festgestellt, sagte die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dies betrifft sowohl arme, als auch reiche Länder.

Im Jahr 2017 sind schätzungsweise 110.000 Menschen an der hochinfektiösen, aber leicht vermeidbaren Krankheit gestorben. Darauf folgt der Appell der WHO an die Mitgliedstaaten, die Lücken in der Impfstoffversorgung zu schließen.

"Masern gehen nirgendwo hin... Es liegt in der Verantwortung aller", sagte Dr. Katherine O'Brien, Direktorin für Immunisierung, Impfstoffe und Biologika bei der WHO.

Masern sind nicht nur potenziell tödlich, sondern verursachen auch Hautausschläge, Blindheit und Entzündungen des Gehirns. Das Virus kann sehr leicht durch Husten und Niesen übertragen werden und kann auch in einem Wassertropfen stundenlang überleben.

Die Krankheit kenne keine "geografischen oder politischen Grenzen", sagte Dr. O'Brien und bemerkte dennoch, dass seit dem Jahr 2000 die Zahl der Todesfälle durch Masern um über 80 Prozent gesunken sei.

Im Jahr 2018 gab es in Afrika 33.879 Maserninfektionen, von denen 4.391 allein aus Madagaskar stammten. Dort wurden 922 Todesfälle bei einem anhaltenden Ausbruch im Oktober letzten Jahres gemeldet.

In Amerika wurden 2018 fast 17.000 Fälle von Masern registriert, im östlichen Mittelmeerraum knapp 22.000. In Europa gab es 82.596 Infektionen in 47 von 53 Ländern, vor Südostasien (73.133) und dem Westpazifik (23.607).

Um Ausbrüche zu verhindern und Masern zu beseitigen, drängt die WHO die Länder dazu, eine hohe Impfrate mit zwei Dosen Masernimpfstoff aufrechtzuerhalten.

Vor der Einführung des Masernimpfstoffs im Jahr 1963 traten alle zwei bis drei Jahre Ausbrüche und Epidemien auf, die schätzungsweise 2,6 Millionen Todesfälle pro Jahr verursachten.

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