Dienstag, 16 Juli 2019
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Luftverschmutzung fordert jährlich sieben Millionen Menschenleben

5. Mair pollutionärz 2019 – Der UN- Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt David Boyd hat vor dem Menschenrechtsrat in Genf betont, dass die Luftverschmutzung ein "stiller, manchmal unsichtbarer, produktiver Mörder" sei. Die Umstellung auf erneuerbare Energien könnte bis zum Ende des Jahrhunderts bis zu 150 Millionen Menschenleben retten.

Dabei wird das Recht auf eine gesunde Umwelt von 155 Staaten gesetzlich anerkannt, erklärte Boyd. "Luftschadstoffe sind überall vorhanden, vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe für Strom, Verkehr und Heizung, aber auch durch industrielle Aktivitäten, schlechte Abfallwirtschaft und landwirtschaftliche Praktiken", sagte er.

Die Luftverschmutzung sei sowohl innerhalb als auch außerhalb der Haushalte vorhanden und laut dem Bericht des Sonderberichterstatters für den vorzeitigen Tod von sieben Millionen Menschen pro Jahr verantwortlich, darunter 600.000 Kinder.

Zu den wichtigsten Empfehlungen des Sonderberichterstatters gehören ein Verbot neuer und die Ersetzung bestehender fossiler Kraftwerke bis 2030 sowie die Unterstützung des Wachstums dezentraler erneuerbarer Energieerzeugungssysteme.

In einer entsprechenden Mitteilung begrüßte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) die "Beschleunigung" der weltweit ergriffenen Maßnahmen um die Verschmutzung zu Lande und zu Wasser zu bekämpfen und die Emissionen zu senken.

Die Agentur betonte auch die Bedeutung der Zusage Indiens vom vergangenen Jahr, Einweg-Kunststoffe bis 2022 nicht mehr zu verwenden. Dieser Schritt sei mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Kunststoffverschmutzung verbunden, einem der Themen des Weltumwelttages 2018, hieß es im UNEP-Jahresbericht.

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