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Zyklon Idai: Gesundheitswarnung wegen sich verschlechternder Bedingungen

cyclon mozambique26. März 2019 - Die Bemühungen alle Opfer des Zyklons Idai im südlichen Afrika zu erreichen, gehen weiter. Ein hochrangiger Hilfsleiter hat vor einer "tickenden Wasser-, Sanitär- und Hygienebombe" gewarnt, während sich das Ausmaß der Notlage weiter entfaltet und die offizielle Zahl der Todesopfer steigt.

Jüngste Berichte bestätigen, dass es allein in Mosambik inzwischen mehr als 400 Tote gibt, weitere 300 Tote in Simbabwe und Malawi.

Elhadj As Sy, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), sagte in Genf, dass schätzungsweise 300 Quadratkilometer Land zerstört oder überschwemmt seien. Grund hierfür sind Winde und Hochwasser, welche in der Nacht zum 14. März über Mosambik, Malawi und Simbabwe hinwegfegten.

In Partnerschaft mit dem UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) und anderen UN-Organisationen arbeitet IFRC mit den Behörden zusammen, um Hilfe zu leisten.

Der Bedarf für alle von der Katastrophe Betroffenen ist enorm, verschärft durch die weit verbreitete Armut und die schwache Entwicklung in den betroffenen Ländern.

Frauen und Kinder sind besonders verwundbar und leiden unter "besonderen Entbehrungen", erklärte Herr As Sy nach seinem Besuch in Beira, der Hafenstadt, in der Idai landete.

Der hochrangige Beamte der IFRC lobte den Mut und die Professionalität unzähliger Bootsbesitzer, die Tausende von Menschen aus Überschwemmungsgebieten retteten, und äußerte sich besorgt über das Fehlen angemessener Unterkünfte und Grundversorgungen für Überlebende in Beira - der zweitgrößten Stadt Mosambiks, die zweimal vom Wirbelsturm heimgesucht wurde.

Herr As Sy betonte, wie wichtig es ist, dafür zu sorgen, dass der Schutz der Opfer ebenso gewährleistet ist wie die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und sicherem Wasser sowie von sanitären Einrichtungen, und erklärte, dass sexuelle Ausbeutung in solchen Situationen üblich sei - obwohl er noch keine Berichte über Missbrauch erhalten habe.

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