Montag, 27 Mai 2019
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DR Kongo: Ebola-Fälle nehmen zu

1. April 201Ebola Congo9 - Die Zahl neuer Fälle der am tödlichen Ebola-Virus erkrankten Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) ist gestiegen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind jedoch Fortschritte beim Zugang zu Gemeinschaften erzielt worden, die bisher vor externer Hilfe zurückgeschreckt waren.

Jüngste Daten vom 26. März deuten auf insgesamt 1.029 bestätigte und wahrscheinliche Fälle von Ebola hin, während 642 Menschen starben. Das macht den jüngsten Ausbruch des Fiebers zum schlimmsten in der Geschichte des Landes.

Mehr als 320 Patienten haben sich erholt und wurden aus den Behandlungszentren entlassen, so das Gesundheitsministerium. Weiterhin seien in der vergangenen Woche 125 neue Fälle von Infektionen aus 51 Gesundheitsgebieten in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri gemeldet wurden.

"In den letzten zehn Tagen wurden keine größeren Sicherheitsvorfälle gemeldet", aber die Gesamtsituation bleibt "fragil", so die WHO - ein Hinweis auf mehrere aktuelle Angriffe bewaffneter Gruppen auf Ebola-Behandlungszentren.

Angriffe auf Ebola-Behandlungszentren in Katwa und Butembo "waren die ersten groß angelegten und organisierten Angriffe, die direkt auf die Ebola-Antwort abzielten", heißt es in einer Erklärung der WHO.

Von insgesamt 1.029 gemeldeten Fällen waren 57 Prozent (584) weiblich und 30 Prozent (307) Kinder. Die Zahl der betroffenen Mitarbeiter im Gesundheitswesen ist auf 78 gestiegen (8 Prozent der gesamten Fälle), darunter 27 Todesfälle.

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