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Akute Ernährungsunsicherheit "viel zu hoch"

food insecurity report3. April 2019 - Laut einem neuen gemeinsamen Bericht der Vereinten Nationen und der Europäischen Union (EU) vom Dienstag, haben rund 113 Millionen Menschen in 53 Ländern im vergangenen Jahr unter einem hohen Maß an Nahrungsunsicherheit gelitten. Die Krisen werden in erster Linie von Konflikten und klimabedingten Katastrophen verursacht.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), das Welternährungsprogramm (WFP) und der "Global Report on Food Crises 2019" der EU zeigen, dass die Zahl der chronisch Hungernden in den letzten drei Jahren deutlich über 100 Millionen liegt, wobei die Zahl der betroffenen Länder gestiegen ist.

Dem Bericht zufolge kommen fast zwei Drittel der Menschen mit akutem Hunger aus nur acht Ländern: Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Nigeria, Südsudan, Sudan, Syrien und Jemen. Wenngleich es im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr elf Millionen weniger Menschen gab, von denen angenommen wurde, dass sie in der Nahrungsmittelkrise stecken, blieb der akute Hunger in 17 Ländern entweder gleich oder nahm zu, wie der Bericht zeigt.

"Aus dem Gesamtbericht geht hervor, dass die Zahl der Menschen, die unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden, trotz eines leichten Rückgangs im Jahr 2018 immer noch viel zu hoch ist", sagte FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva auf einer zweitägigen Konferenz zur Diskussion der Ergebnisse in Brüssel.

Obwohl die humanitäre Hilfe für die Rettung von Menschenleben und die Linderung menschlichen Leids von entscheidender Bedeutung ist, geht sie nicht auf die eigentlichen Ursachen von Nahrungsmittelkrisen ein, betonte der Exekutivdirektor des WFP, David Beasley.

"Die EU verstärkt ihre humanitären Bemühungen weiter. In den letzten drei Jahren hat die EU mit insgesamt fast 2 Millarden Euro das größte Budget für humanitäre Nahrungsmittel- und Ernährungshilfe aller Zeiten bereitgestellt“, sagte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement.

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