Samstag, 21 September 2019
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Guterres: „Es ist noch Zeit einen blutigen Kampf in Libyen zu verhindern“

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April 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat am Mittwochabend gesagt, dass es immer noch möglich sei, einen „blutigen Kampf um Tripolis" abzuwenden.

Die Offensive gegen die Hauptstadt und die Truppen, die der international anerkannten Regierung treu geblieben sind, hatte am Montag begonnen. UN-Sprecher Stephane Dujarric sagte vor Journalisten, dass sich die Zusammenstöße „mit zunehmendem Einsatz von Artillerie und Luftangriffen verschärften.“

Die selbsternannte Libysche Nationalarmee (LNA) versucht, in die Hauptstadt vorzudringen und trifft auf den Widerstand von regierungsfreundlichen Kämpfern.

Guterres sagte, dass er letzten Freitag ein Treffen mit Kommandanten Haftar in Benghazi mit „schweren Herzen" verlassen habe und seine Bedenken „bis jetzt vollständig bestätigt" worden seien.“

„Es bleibt noch Zeit zu erkennen, dass es keine militärische Lösung gibt", fuhr er fort. „Nur politische Lösungen können für Situationen wie die in Libyen zielführend sein.“

„Gleichzeitig bin ich besonders besorgt über Migranten und Flüchtlinge, die in dieser schrecklichen Situation gefangen sind", fügte er hinzu und zeigte sich erleichtert, dass es dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR gelungen sei, Gefangenenlager in der Nähe der Hauptstadt zu evakuieren.

Auf die Frage nach seiner Meinung darüber, was der Sicherheitsrat an dieser Stelle tun sollte, sagte er: „Es ist bewusst, dass wir einen ernsthaften politischen Dialog wieder aufnehmen müssen. Dies kann aber nicht geschehen kann, bis die Feindseligkeiten vollständig eingestellt sind."

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