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Neue UN-Studie: Durch Mord verlieren weit mehr Menschen ihr Leben als durch bewaffnete Konflikte

Homicide Report09. Juli 2019 – Eine Studie des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat herausgefunden, dass 2017 ungefähr 460.000 Menschen auf der ganzen Welt Opfer mörderischer Gewalt geworden sind. Das ist mehr als das Fünffache an Menschen, die im selben Zeitraum in bewaffneten Konflikten getötet wurden.


Laut der UNODC-Studie ist Mittelamerika die gefährlichste Region, in der die Zahl der Morde oder rechtswidrigen Tötungen auf 62,1 pro 100.000 Menschen angestiegen ist. Die sichersten Orte befinden sich in Asien, Europa und Ozeanien wo die Mordraten bei 2,3; 3,0 und 2,8 liegen.

 

Die Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das organisierte Verbrechen für fast jeden fünften Mord verantwortlich ist. In allen Regionen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jungen Opfer von Mord werden, mit zunehmendem Alter, während Jungen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren das weltweit höchste Mordrisiko haben.

 

Während Frauen und Mädchen einen weitaus geringeren Anteil an Opfern haben als Männer, tragen sie nach wie vor „die größte Last“ eines Mordes, da diese häufig von vertrauten Partnern und Familienmitgliedern begangen werden. Dem Bericht zufolge sind bei Mordfällen neun von zehn Verdächtigen Männer.


Die Studie unterstreicht auch, wie wichtig es ist, Korruption zu bekämpfen, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und in öffentliche Dienstleistungen zu investieren - insbesondere in das Bildungswesen. Dies sei „entscheidend“ bei der Reduzierung von Gewaltverbrechen, heißt es in dem Bericht.

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