Donnerstag, 14 November 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

Proteste auf der ganzen Welt: Politiker müssen sich mit dem „wachsenden Vetrauensmangel ihrer Bürger” befassen, fordert Guterres

28. Oktober 2019 - News article 281019In den letzten Tagen haben Proteste in Städten auf der ganzen Welt gezeigt, dass Menschen von ihren politischen Führern „gehört werden wollen“, sagte Generalsekretär Guterres. “Obwohl jede Situation einzigartig ist, gibt es gemeinsame Faktoren, die eine zunehmende Bedrohung des Sozialvertrags zwischen Bürgern und der politischen Klasse darstellen.“

In Bolivien, Chile, Hongkong, Ecuador, Ägypten, Guinea, Haiti, dem Irak und dem Libanon fanden kürzlich - oder finden momentan - Demonstrationen und Proteste statt. Zudem gab es zu Beginn des Jahres große Proteste in Algerien, Honduras, Nicaragua, Malawi, Russland, Sudan, Simbabwe, Frankreich, Spanien und im Vereinigten Königreich.

Proteste, Rechtsverletzungen

Nach den umstrittenen Wahlergebnissen dieser Woche in Bolivien, haben die Vereinten Nationen Berichte erhalten, wonach die Polizei Gewalt gegen Demonstranten angewendet hat, einschließlich der Anwendung von Tränengas.

Im Irak wurden in Protesten mindestens 157 Menschen getötet und fast 5.500 verletzt. Es gibt „glaubwürdige Berichte“ über schwerwiegende Rechtsverletzungen, einschließlich der Tötung unbewaffneter Demonstranten und des übermäßigen Einsatzes von Gewalt.

Ein Team von drei Beamten wird vom Amt der Hohen Kommissarin für Menschenrechte nach Chile entsandt um Vorwürfe von Rechtsverstößen zu untersuchen, die während Protesten gegen die Ungleichheit und die steigenden Lebensunterhaltungskosten stattgefunden haben sollen.

"Es gibt keine Ausrede für Gewalt"

Guterres sagte er sei zutiefst besorgt darüber, dass einige Proteste zu Gewalt und zu Toten geführt haben. Regierungen sind dazu verpflichtet, die Meinungsfreiheit und die Versammlungsfreiheit zu wahren und ihre Bürger zu schützen. Gleichzeitig sollten Demonstranten „den Beispielen von Gandhi, Martin Luther King Jr. und anderen Verfechtern des gewaltlosen Widerstands folgen“, fügte er hinzu.

Sicherheitsrat: UN begrüßt Bemühungen zur Deeskalation der Krise in Nordost-Syrien

25. Oktober 2019 - DiNews article 251010e Vereinten Nationen begrüßen die Bemühungen zur Deeskalation der Krise im Nordosten Syriens nach dem Angriff der Türkei, sagte der Verantwortliche für die Region am Donnerstag vor dem Sicherheitsrat.

Der beigeordnete Generalsekretär der Vereinten Nationen, Khaled Khiari, bemerkte, dass die Lage zwar nach wie vor volatil und unsicher ist, in den letzten Wochen jedoch "eine ermutigende Zunahme diplomatischer Aktivitäten" stattgefunden hätte.

"Die Vereinten Nationen begrüßen jegliche Bemühungen, die Situation im Einklang mit der UN-Charta zu deeskalieren und die Zivilbevölkerung entsprechend dem humanitären Völkerrecht zu schützen", sagte Khiari.

Trotz des unvorhersehbaren Sicherheitsumfelds unterstützen die Helfer weiterhin die Bevölkerung im Nordosten Syriens. Die Militäroperation habe "zu einem humanitären Notfall geführt, der weitaus größer war als erwartet", so Ursula Müller vom Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA).

Allein in den letzten zwei Wochen flohen fast 180.000 Menschen aus den Grenzgebieten zwischen der Türkei und Syrien. Aufgrund der Abschwächung der Kämpfe kehren einige von ihnen zurück.

Tag der Vereinten Nationen

24. Oktober 2019 - Guterres speechHeute vor 74 Jahren wurde die UN-Charta verabschiedet. Am Tag der Vereinten Nationen kündigt Generalsekretär António Guterres ein globales Gespräch über die Rolle der internationalen Zusammenarbeit bei der Gestaltung unserer Zukunft an.

"Der Tag der Vereinten Nationen hebt die fortwährenden Ideale der UN-Charta hervor, die heute vor 74 Jahren verabschiedet wurde.

Auf stürmischer See bleibt die Charta unser gemeinsamer moralischer Anker.

In diesen Zeiten turbogeladenen Wandels konzentrieren sich die Vereinten Nationen weiter auf reale Probleme echter Menschen.

Wir arbeiten für eine faire Globalisierung und starken Klimaschutz.

Wir drängen auf Menschenrechtsschutz und Geschlechtergleichheit – und sagen „nein“ zu jeder Art von Hass.

Und wir streben nach Friedenserhaltung während wir lebensrettende Nothilfe an Millionen Menschen leisten, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind.

Die Vereinten Nationen selbst werden immer agiler und verantwortlicher während wir unsere Unterstützung an die Länder steigern.

Nächstes Jahr feiern wir das 75. Jubiläum der Organisation. Dieser Meilenstein ist ein kritischer Moment in der gemeinsamen Gestaltung unserer Zukunft.

Ich lade alle ein, sich am Gespräch zu beteiligen.

Lasst uns zusammen das Wohlergehen aller Völker stärken.

Danke."

UN-Flüchtlingshilfswerk: Fast 180.000 Menschen in Nordosten Syriens vertrieben

23. Oktober 2019 - Screenshot 3Nach fast zweiwöchigen Kämpfen im Nordosten Syriens mussten nach Schätzungen des humanitären Flügels der Vereinten Nationen rund 180.000 Menschen ihre Häuser oder Unterkünfte verlassen. Unter ihnen sind 80.000 Kinder, die dringend humanitäre Hilfe benötigen.

Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete am Dienstag, dass die Luftangriffe und eine Bodenoffensive, die am 9. Oktober gegen Kurden hinter der Grenze gerichtet war, trotz eines fünftägigen Waffenstillstands „bedeutende humanitäre Auswirkungen“ gehabt haben.

Wichtige zivile Infrastruktur sei beschädigt worden. Zusätzlich zu einer wichtigen Wasserstation, die aufgrund eines Stromleitungsschadens nicht mehr betriebsbereit ist, seien mindestens vier medizinische Einrichtungen betroffen. Seit Dienstag bekommt rund die Hälfte der Betroffenenen wieder Trinkwasser, während der Rest in den kommenden Stunden und Tagen Zugang erhalten wird.

Die Vereinten Nationen und ihre Partner erhöhen ihre lebensrettenden Hilfemaßnahmen, trotz anhaltender Sicherheitshindernissen. In Raqqa und Hasakeh sollen Decken und Essensrationen rund 580.000 Zivilisten erreichen. Es werden auch Anstrengungen unternommen, wichtige Dienste vor dem Winter zur Verfügung zu stellen.

75 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder

Die gefährliche Situation vor Ort hat Tausende dazu gezwungen in den benachbarten Irak zu fliehen, wo seit letzten Montag laut UNHCR mehr als 7.100 syrische Flüchtlinge angekommen sind.

Fast alle von ihnen haben in dem Flüchtlingslager Bardarash Schutz gesucht, das etwa 140 Kilometer östlich der Grenze liegt.

Rund drei Viertel der syrischen Flüchtlinge sind Frauen und Kinder, von denen einige psychosoziale Betreuung und Unterstützung benötigen, nachdem sie Explosionen und Bombardierungen miterlebt haben und inmitten der Kämpfe in Angst leben mussten.

UNHCR und seine Partner haben sie mit warmen Mahlzeiten, Unterkünften und Schutzdiensten versorgt. Zudem haben sie die Identifizierung unbegleiteter Kinder und Personen mit besonderen Bedürfnissen organisiert.

Seite 4 von 449

4

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

  • Allgemeine Anfragen: info(at)unric.org
  • Presse/Medien: deutschland(at)unric.org