Samstag, 17 Februar 2018
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Zweiter Prozess gegen Rote Khmer in Kambodscha angelaufen

altVor dem UNO-Sondertribunal in Kambodscha hat der zweite Prozess gegen Verantwortliche der Roten Khmer begonnen. Mehr als 30 Jahre nach dem Ende des Regimes müssen sich Ex-Staatschef Khieu Samphan sowie der Chef-Ideologe der Bewegung, der Außenminister und die Sozialministerin vor dem Gericht verantworten. Ihnen werden Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in dem südostasiatischen Land in den Jahren 1975 bis 1979 vorgeworfen. Schätzungsweise zwei Millionen Menschen, knapp ein Viertel der Gesamtbevölkerung, kamen damals durch Erschöpfung, Hunger, Krankheit, Folter und Hinrichtungen ums Leben. Die Roten Khmer hatten versucht, das Land zu einem kommunistischen Bauernstaat zu machen und sämtliche Stadtbewohner zur Landarbeit gezwungen. Im vergangenen Jahr war in einem ersten Prozess der einstige Folterchef zu 35 Jahren Haft verurteilt worden.

Ban zweifelt an Assads Worten

altUNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat wenig Hoffnung, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad sein erneutes Versprechen politischer Reformen wahrmachen wird. „Ich zweifle an seiner Glaubwürdigkeit, weil sich die Situation in Syrien nicht verbessert. Wie lange soll es noch so weitergehen?” Die internationale Gemeinschaft habe ihre Sorge über Assads gewaltsames Vorgehen gegen Demonstranten laut und klar ausgedrückt, sagte Ban. „Das sollte er hören und respektieren ebenso wie den Ruf seines eigenen Volkes”, forderte Ban. Ob eine scharfe Ermahnung durch den Sicherheitsrat Wirkung haben könnte? Er glaube schon, sagte Ban vor Journalisten. „Aber wenn der Rat eingreift, sollte das mit einer Stimme sein.”

 

Erster Bericht über die globale Lage der Hebammen veröffentlicht

altDer Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) hat den ersten Welthebammenbericht („State of the World’s Midwifery 2011“) vorgestellt. Jedes Jahr sterben mehr als 350.000 Frauen infolge von Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt – 99 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern. Der Bericht zeigt auf, dass der Mangel an professioneller Geburtsbetreuung einer der Hauptgründe für hohe Müttersterblichkeit ist. Um das Millennium-Entwicklungsziel 5, die Senkung der Müttersterblichkeit um drei Viertel, zu erreichen, müssten bis zum Jahr 2015 etwa 350.000 zusätzliche Hebammen weltweit ausgebildet werden.

Den ganzen Bericht und weitere Informationen finden Sie hier:  www.stateoftheworldsmidwivery.org

Sicherheitsrat diskutiert neuen Entwurf zu Syrien-Resolution

altDeutschland, Frankreich, Großbritannien und Portugal haben im Sicherheitsrat eine Resolution gegen Syrien eingebracht, mit der der Druck auf das Regime von Präsident Baschar Assad erhöht werden soll. Die vier Staaten legten den überarbeiteten Entwurf in einer Sitzung des Gremiums am Mittwochabend in New York vor. Der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant sagte, er hoffe auf eine Abstimmung über die Resolution in den kommenden Tagen. Sein russischer Kollege Vitaly Churkin kündigte an, dass Moskau die Entschließung nicht unterstützen werde. Zur Begründung sagte er, diese werbe nicht für einen Dialog, und man befürchte, dass die Gewalt in Syrien daraufhin noch zunehmen werde. Zu der Frage, ob Russland sein Veto gegen die Resolution einlegen werde, wollte sich Churkin nicht äußern. 

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UN-Generalsekretär Guterres: Erklärung zum Holocaust-Gedenktag, 27.1.2018

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