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UNO - SCHLAGZEILEN

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Sicherheitsrat: UN begrüßt Bemühungen zur Deeskalation der Krise in Nordost-Syrien

25. Oktober 2019 - DiNews article 251010e Vereinten Nationen begrüßen die Bemühungen zur Deeskalation der Krise im Nordosten Syriens nach dem Angriff der Türkei, sagte der Verantwortliche für die Region am Donnerstag vor dem Sicherheitsrat.

Der beigeordnete Generalsekretär der Vereinten Nationen, Khaled Khiari, bemerkte, dass die Lage zwar nach wie vor volatil und unsicher ist, in den letzten Wochen jedoch "eine ermutigende Zunahme diplomatischer Aktivitäten" stattgefunden hätte.

"Die Vereinten Nationen begrüßen jegliche Bemühungen, die Situation im Einklang mit der UN-Charta zu deeskalieren und die Zivilbevölkerung entsprechend dem humanitären Völkerrecht zu schützen", sagte Khiari.

Trotz des unvorhersehbaren Sicherheitsumfelds unterstützen die Helfer weiterhin die Bevölkerung im Nordosten Syriens. Die Militäroperation habe "zu einem humanitären Notfall geführt, der weitaus größer war als erwartet", so Ursula Müller vom Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA).

Allein in den letzten zwei Wochen flohen fast 180.000 Menschen aus den Grenzgebieten zwischen der Türkei und Syrien. Aufgrund der Abschwächung der Kämpfe kehren einige von ihnen zurück.

Tag der Vereinten Nationen

24. Oktober 2019 - Guterres speechHeute vor 74 Jahren wurde die UN-Charta verabschiedet. Am Tag der Vereinten Nationen kündigt Generalsekretär António Guterres ein globales Gespräch über die Rolle der internationalen Zusammenarbeit bei der Gestaltung unserer Zukunft an.

"Der Tag der Vereinten Nationen hebt die fortwährenden Ideale der UN-Charta hervor, die heute vor 74 Jahren verabschiedet wurde.

Auf stürmischer See bleibt die Charta unser gemeinsamer moralischer Anker.

In diesen Zeiten turbogeladenen Wandels konzentrieren sich die Vereinten Nationen weiter auf reale Probleme echter Menschen.

Wir arbeiten für eine faire Globalisierung und starken Klimaschutz.

Wir drängen auf Menschenrechtsschutz und Geschlechtergleichheit – und sagen „nein“ zu jeder Art von Hass.

Und wir streben nach Friedenserhaltung während wir lebensrettende Nothilfe an Millionen Menschen leisten, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind.

Die Vereinten Nationen selbst werden immer agiler und verantwortlicher während wir unsere Unterstützung an die Länder steigern.

Nächstes Jahr feiern wir das 75. Jubiläum der Organisation. Dieser Meilenstein ist ein kritischer Moment in der gemeinsamen Gestaltung unserer Zukunft.

Ich lade alle ein, sich am Gespräch zu beteiligen.

Lasst uns zusammen das Wohlergehen aller Völker stärken.

Danke."

UN-Flüchtlingshilfswerk: Fast 180.000 Menschen in Nordosten Syriens vertrieben

23. Oktober 2019 - Screenshot 3Nach fast zweiwöchigen Kämpfen im Nordosten Syriens mussten nach Schätzungen des humanitären Flügels der Vereinten Nationen rund 180.000 Menschen ihre Häuser oder Unterkünfte verlassen. Unter ihnen sind 80.000 Kinder, die dringend humanitäre Hilfe benötigen.

Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete am Dienstag, dass die Luftangriffe und eine Bodenoffensive, die am 9. Oktober gegen Kurden hinter der Grenze gerichtet war, trotz eines fünftägigen Waffenstillstands „bedeutende humanitäre Auswirkungen“ gehabt haben.

Wichtige zivile Infrastruktur sei beschädigt worden. Zusätzlich zu einer wichtigen Wasserstation, die aufgrund eines Stromleitungsschadens nicht mehr betriebsbereit ist, seien mindestens vier medizinische Einrichtungen betroffen. Seit Dienstag bekommt rund die Hälfte der Betroffenenen wieder Trinkwasser, während der Rest in den kommenden Stunden und Tagen Zugang erhalten wird.

Die Vereinten Nationen und ihre Partner erhöhen ihre lebensrettenden Hilfemaßnahmen, trotz anhaltender Sicherheitshindernissen. In Raqqa und Hasakeh sollen Decken und Essensrationen rund 580.000 Zivilisten erreichen. Es werden auch Anstrengungen unternommen, wichtige Dienste vor dem Winter zur Verfügung zu stellen.

75 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder

Die gefährliche Situation vor Ort hat Tausende dazu gezwungen in den benachbarten Irak zu fliehen, wo seit letzten Montag laut UNHCR mehr als 7.100 syrische Flüchtlinge angekommen sind.

Fast alle von ihnen haben in dem Flüchtlingslager Bardarash Schutz gesucht, das etwa 140 Kilometer östlich der Grenze liegt.

Rund drei Viertel der syrischen Flüchtlinge sind Frauen und Kinder, von denen einige psychosoziale Betreuung und Unterstützung benötigen, nachdem sie Explosionen und Bombardierungen miterlebt haben und inmitten der Kämpfe in Angst leben mussten.

UNHCR und seine Partner haben sie mit warmen Mahlzeiten, Unterkünften und Schutzdiensten versorgt. Zudem haben sie die Identifizierung unbegleiteter Kinder und Personen mit besonderen Bedürfnissen organisiert.

Über 90 Prozent der Migranten aus Afrika würden trotz der Risiken die gefährliche Reise nach Europa wiederholen

21. Oktober 2019 - news article 211019 ILaut einer bedeutenden Migrationsstudie der Vereinten Nationen, die am Montag veröffentlicht wurde, würden 93 Prozent der Afrikaner, die auf irreguläre Wege in europäische Länder reisten, dies trotz der oft lebensbedrohlichen Gefahr erneut tun.

Ziel der Studie des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) ist, herauszufinden, warum diejenigen, die sich in die Hände von Menschenschmugglern und in andere gefährliche Situationen begeben, um Grenzen zu überschreiten, überhaupt entscheiden ihre Heimat zu verlassen und dabei offizielle Einwanderungsverfahren zu vermeiden.

Der Bericht, für den 1.970 Migranten aus 39 afrikanischen Ländern in 13 europäischen Ländern befragt wurden, die angegeben hatten, auf irregulärem Wege und nicht aus asyl- oder schutzbedingten Gründen nach Europa gekommen zu sein, gelangt zu unerwarteten Ergebnissen.

Migranten haben oft feste Jobs, sind besser ausgebildet

Der Bericht stellt fest, dass ein Arbeitsplatz nicht die einzige Motivation für den Umzug war, sowie dass nicht alle irregulären Migranten in Afrika „arm“ waren oder ein niedrigeres Bildungsniveau hatten. Rund 58 Prozent der Befragten waren zum Zeitpunkt ihrer Ausreise entweder angestellt oder in der Schule, wobei die Mehrheit der Werktätigen konkurrenzfähige Löhne erhielten.

Aber etwa die Hälfte der Werktätigen gab an, nicht genug verdient zu haben.

Die „Scham“ ihre Familien nicht versorgen zu können hält afrikanische Migranten in Europa

Ein wesentlicher Faktor dafür, dass Migranten in Europa bleiben und arbeiten, sei, dass sie „Scham“ empfinden, wenn ihre Mission genügend Geld nachhause zu schicken nicht erfüllt wurde, so das UNDP.

Etwa 53 Prozent der Befragten hatten Unterstützung von Familie und Freunden erhalten, um auszureisen, und etwa 78 Prozent schickten von Europa aus Geld zurück.

In dem Bericht wurden auch wesentliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf die Migrationserfahrung festgestellt. Ein geschlechtsspezifischer Lohnunterschied, der Männern in Afrika zugute kommt, "kehrt sich in Europa um. Frauen verdienen in Europa im Durchschnitt 11 Prozent mehr, während sie zuvor in Afrika 26 Prozent weniger als Männer verdienten", sagte das UNDP.

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