Sonntag, 15 September 2019
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UNO - SCHLAGZEILEN

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Migration und Klimakrise: Die Suche nach Lösungen der UN

UNClimateMigrationDer Klimawandel hat entscheidenden Einfluss auf künftige Migrationsströme. Darauf hat Dina Ionesco hingewiesen, Leiterin der Abteilung Migration, Umwelt und Klimawandel bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Der Globale Migrationspakt sei eine Wegweisung für Regierungen und führe zu einem wachsenden politischen Bewusstsein für die Themen rund um Umweltmigration und zu einer zunehmenden Akzeptanz, dass dies eine globale Herausforderung sei.

Infolgedessen haben viele Staaten wegweisende Abkommen unterzeichnet, wie das Pariser Klimaschutzabkommen, den Sendai-Rahmen für die Reduzierung des Katastrophenrisikos und den Globalen Migrationspakt, der laut Ionesco einen klaren Weg für die Regierungen darstelle, das Thema Klima und Migration anzugehen. "Es ist das erste Mal, dass eine umfassende Vision erstellt wurde, die zeigt, wie Staaten jetzt und in Zukunft mit den Auswirkungen des Klimawandels, von Katastrophen und Umweltzerstörung bis zur internationale Migration umgehen können."

UN-Nothilfekoordinator fordert Sicherheitsrat auf „das Gemetzel in Syrien zu stoppen“

Syrien OCHA31. Juli 2019 – Mark Lowcock, UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, hat vor dem Sicherheitsrat erklärt, dass in Syrien seit Ende April mindestens 450 Zivilisten getötet worden sind - darunter mehr als 100 allein in den letzten zwei Wochen.

Bombenanschläge und Beschuss in Syrien seit mehr als 90 Tagen durch die Regierung und Russland haben zu "einem Gemetzel in der sogenannten Deeskalationszone" von Idlib geführt, teilte der UN-Nothilfekoordinator dem Rat mit.

Über 440.000 Menschen wurden vertrieben, Dutzende Zivilisten wurden getötet oder verletzt, als die vom Rat als Terroristen klassifizierte Gruppe Hayat Tahrir al-Sham und die mit ihnen verbundenen nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen beschossen wurden. "Wir sehen Videos von Explosionen, zerstörten Gebäuden, verbrannten Körpern und schreienden Kindern", berichtete er.

Thema vor dem Rat war auch das Deeskalationssystem der humanitären Organisationen, das OCHA mit Informationen versorgt um „statische zivile Standorte oder humanitäre Bewegungen“ zu identifizieren. Lowcock teilte dem Sicherheitsrat mit, dass diese Koordinaten mit den Internationalen Koalitionsstreitkräften, der Türkei und Russland geteilt werden.

Die Frage, ob diese Informationen zum Schutz von zivilen Einrichtungen genutzt werden oder verwendet werden, um diese Einrichtungen gezielt anzugreifen, sei "äußerst wichtig", betonte er. Der Chef für humanitäre Angelegenheiten schlussfolgerte, dass das "System derzeit keinen wirksamen Beitrag zum Schutz von Zivilisten leistet".

"Sie wissen, was passiert, und Sie haben 90 Tage lang nichts getan, während das Gemetzel vor Ihren Augen weitergeht.", sagte Lowcock und forderte den Sicherheitsrat eindringlich zum Handeln auf.

UN-Gesandter für Libyen drängt auf Ende der Gewalt

LibyenUNSMILFür ein Nachlassen der Kämpfe in Libyen gibt es keine Anzeichen. Zu dieser Einschätzung kommt der Leiter der UN- Unterstützungsmission in Libyen, Ghassam Salamé. Bei einer Sitzung des Sicherheitsrats zeichnete er ein düsteres Bild der humanitären Lage und warnte vor Instabilität und dem Zustrom ausländischer Waffen, die einen Stellvertreterkrieg im nordafrikanischen Land schürten. „Der Krieg hat die humanitären Bedingungen verschlechtert und den Zugang zu Nahrungsmitteln, Gesundheitsdiensten und anderen lebensrettenden Dienstleistungen behindert", betonte Salamé. "Die Parteien ignorieren die Aufrufe zur Deeskalation und haben Luftangriffe mit Flugzeugen und bewaffneten Drohnen intensiviert." Auch flächenmäßig habe die Gewalt im Land zugenommen.

Afghanische Frauen müssen mehr in Friedensprozesse eingebunden werden

Frauen Afghanistan29. Juli 2019 – Die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Amina Mohammed, hat vor dem Sicherheitsrat über die Rolle der Frauen in Afghanistan gesprochen.

Afghanische Frauen hätten in den fast vier Jahrzehnten des Konflikts in ihrem Land "einen hohen Preis gezahlt", erklärte sie am Freitag.

Ihre Erklärung folgte einen Tag nachdem Kabul erneut von Bombenangriffen getroffen worden war. Mohammed sprach der Regierung und der Bevölkerung Afghanistans ihr "tiefstes Beileid aus" und sagte, "wahllose Angriffe, durch die Frauen und Kinder getötet werden, sind ein Affront gegen unsere Menschlichkeit und ein Verbrechen im Rahmen des humanitären Völkerrechts.“

Unter den Taliban „wurden Frauen und Mädchen der Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten und Schutz vor extremer Gewalt verweigert, und sie konnten nicht am politischen oder öffentlichen Leben teilnehmen“, kritisierte Mohammed.

Seit dem Sturz der Taliban seien aber auch „erhebliche Fortschritte zu verzeichnen", berichtete sie und wies darauf hin, dass Frauen in den Ministerien für Verteidigung, auswärtige Angelegenheiten und Inneres wichtige Rollen innehaben. Inzwischen sind 27 Prozent der Angestellten im öffentlichen Dienst weiblich.

Weiter bekräftigte sie, dass die Vereinten Nationen auch in Zukunft "mit den Afghanen zusammenarbeiten, die sich für dauerhaften Frieden und Sicherheit einsetzen.“

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