Dienstag, 20 Februar 2018
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Warnung vor „brüchigem Frieden“- UN-Generalsekretär skizziert Handlungsfelder für 2018

17. Jgutianuar – UN-Generalsekretär António Guterres hat während eines informellen Treffens der UN-Generalsversammlung auf die größten Herausforderungen für das Jahr 2018 hingewiesen. Dabei rückte er den Nuklearstreit auf der koreanischen Halbinsel, den Klimawandel sowie die Konflikte im Nahen Osten und die Rohingya-Krise in den Fokus.
„Bei meinem Amtsantritt letztes Jahr habe ich dazu aufgerufen, das Jahr 2017 zu einem Jahr des Friedens zu machen. Ein Jahr später müssen wir uns eingestehen, dass dieser Frieden nicht erreicht wurde“, so Guterres.
Die Bedrohung durch Nuklearwaffen sei die höchste seit dem Ende des Kalten Krieges und der „Klimawandel schreitet schneller voran als unsere Gegenmaßnahmen“, sagte Guterres in seiner Ansprache.
Neben wachsender Ungleichheit und Menschenrechtsverletzungen verwies Guterres auch auf den weltweiten Anstieg von Xenophobie, unverhohlenem Rassismus und nationalistischen Tendenzen. „Der einzige Weg diesen Veränderungen nachhaltig entgegenzutreten ist es, gemeinsam für eine bessere und sichere Zukunft einzutreten,“ so Guterres.
In diesem Zusammenhang begrüßte er die Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen den beiden Parteien auf der Koreanischen Halbinsel und lobte die entschlossene Haltung des Sicherheitsrates gegenüber Nordkorea. „Wir müssen auf diesen kleinen Zeichen der Hoffnung aufbauen und unsere diplomatischen Bemühungen zur Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel ausbauen“, sagte Guterres. In diesem Zusammenhang zeigte sich Guterres erfreut bezüglich der Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen.
Die verfahrene Situation im Mittleren Osten beschrieb er als „Gordischen Knoten“, den es im Namen der Sicherheit und der Stabilität zu entflechten gelte. Im Palästinakonflikt seien die Fronten hingegen klar, es führe kein Weg an einer Zweistaaten-Lösung vorbei. Auf dem Europäischen Kontinent sei die dringendste Herausforderung das Erstarken des Nationalismus, wie etwa im Westbalkan. Diese Tendenz bringe gefährliche Implikationen für eine langfristig stabile Sicherheitsarchitektur mit sich und müsse daher eingedämmt werden, so Guterres.
Auf die Attacken gegen die Rohingya müsse mit einer klarer humanitären Antwort reagiert werden. Daher rief er abermals zur Unterstützung der bereits nach Bangladesh Geflohenen auf.

Nach Afghanistanbesuch: UN-Sicherheitsrat verspricht Unterstützung für Friedensprozess

16. 01 15 S Council AfghanistanJanuar 2018 – Zum Abschluss des dreitägigen Besuchs in Afghanistan haben die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats versichert, dem Land bei der Wiederherstellung von Frieden und Stabilität zu helfen.
Einer Einschätzung der UN-Abteilung für Politische Angelegenheiten (DPA) zufolge, bestehen in Afghanistan trotz fortlaufender internationaler Bemühungen weiterhin große Konflikte. Die Verhandlungen zwischen Regierung und oppositionellen Gruppen sei jedoch der einzige Weg, um den Konflikt zu beenden.
Der Besuch des Sicherheitsrats am vergangenen Wochenende war der Erste dieser Art seit 2010. In Kabul traf sich die Delegation unter Anderem mit Präsident Ashraf Ghani und Generaldirektor Abdullah Abdullah. Im Februar will die Afghanische Regierung im Rahmen des Kabul-Prozesses neue Pläne für eine verbesserte Friedens- und Stabilisierungspolitik vorstellen.
Im Verlaufe des Besuchs kam die Delegation außerdem mit der Unterstützungsmission der UN in Afghanistan (UNAMA) zusammen. Einer Mitteilung von UNAMA zufolge drehten sich die Gespräche um politische Belange, Sicherheit, Soziales, Wirtschaft und die Menschenrechtssituation in Afghanistan. Alle Parteien unterstrichen die Notwendigkeit einer von Afghanistan angeführten Friedenskonsolidierung.
Die Delegation betonte, dass der Sicherheitsrat das Land weiterhin in ihren Reformbestrebungen unterstützen werde. Die Präsenz von Al-Qaida, Taliban und ISIL-Khorasan fordere einen regionalen und integrierten Ansatz im Bereich Sicherheit und Entwicklung. Mit Blick auf die anstehenden Parlaments- und Regionalwahlen unterstrichen die Mitglieder des Sicherheitsrates, die Notwendigkeit einer größeren Beteiligung von Frauen an den Wahlen.

Bangladesch: UN impfen 500,000 Kinder gegen Diphtherie

 rohynga15. Januar 2018 – Aufgrund des Ausbruchs von Diphtherie in den Rohingya Flüchtlingslagern läuft derzeit eine von den UN geleitete Impfaktion für 475,000 Kinder, die in Lagern und Siedlungen in der Gegend um Cox Bazar in Bangladesch untergebracht sind.

 „Wir unternehmen alles um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu stoppen“, sagte Bardan Jung Rana von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

 Zwischen dem 8. November 2017 und dem 11. Januar 2018 waren in der Gegend um Cox's Bazar mehr als 30 Menschen an Diphtherie gestorben. WHO, UNICEF und andere Gesundheitspartner arbeiten gemeinsam mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales, um eine feste Anlaufstelle zu schaffen, die für die Immunisierung in den Rohingya Lagern verantwortlich sein soll.

 „Durch die starke Zunahme an Geflüchteten in der letzten Zeit ist die Versorgung mit grundlegendsten Hilfsmitteln in den Siedlungsgebieten in Gefahr geraten. Die aktuellen Lebensbedingungen haben nachhaltige Auswirkungen auf ihre Gesundheit“, sagte der UNICEF Landesbeauftragte Edouard Beigbeder. Um das Übergreifen der Erkrankungen auf andere Siedlungsgebiete und somit die weitere Ausbreitung von Diphterie einzudämmen, wurden jetzt 160.000 Kindern aus den Vororten rund um die Flüchtlingslager mit dem Impfstoff versorgt.

 Die UN schätzen, dass im vergangenen Jahr etwa 655,000 Menschen von Burma nach Bangladesch geflohen sind. Im vergangenen Dezember waren im Rahmen einer Immunisierungskampagne bereits mehr als 300,000 Kinder geimpft worden.

 


UN-Generalsekretär: Migration sollte ein Akt der Hoffnung, nicht der Verzweiflung sein

 

12. Janmigrantseuropeuar 2018 –  Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat einen neuen Bericht mit dem Titel „Making Migration Work For All“ vorgestellt. In dem Papier stellt der Generalsekretär seine Vision für ein besseres Management der weltweiten Migration dar. Dabei sollen konkrete Schritte unternommen werden, um den Beitrag, den Migranten in Gesellschaften leisten, zu maximieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Rechte von Migranten überall respektiert werden.

 “Lassen Sie mich unterstreichen: Migration ist ein positives globales Phänomen. Sie fördert Wirtswchaftswachstum, reduziert Ungleichheit, verbindet Gemeinschaften und hilft uns mit der Herausforderung des demografischen Wandels umzugehen,” erklärte Guterres bei der Vorstellung des Berichts in New York.

Der beste Weg das Stigma illegaler Einwanderung und des Missbrauchs zu bekämpfen, liege in der Errichtung legaler Einwanderungswege und die Einbeziehung internationaler Mobilität in der Entwicklungspolitik, so der Bericht.

In dem Bericht, der gleichzeitig den Ausgangspunkt für die finalen Verhandlungen zum „Globalen Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration“ bildet, verspricht Guterres außerdem, das UN-System besser auf die Herausforderungen der Migration vorzubereiten:

An dieser Stelle möchte ich erneut meinem Willen Ausdruck verleihen, die von mir angekündigten Managementreformen in die Tat umzusetzen und das Entwicklungssystem der UN nachhaltig zu stärken”, so  Guterres.

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UN-Generalsekretär Guterres: Erklärung zum Holocaust-Gedenktag, 27.1.2018

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