Sonntag, 20 Oktober 2019
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UN-Sommerakademie beginnt in Bonn

UN Summer Academy26. August 2019 - Heute hat die achte UN-Sommerakademie im historischen Haus Carstanjen auf dem Gelände des UN Bonn Campus begonnen. Sie wird vom Wissenszentrum für Nachhaltige Entwicklung der Fortbildungsakademie des Systems der Vereinten Nationen (UNSSC) organisiert.

Das diesjährige Thema „Agenda 2030: Bilanz ziehen und in die Zukunft schauen“ legt einen Fokus auf die Bestandsaufnahme des bisherigen Fortschritts zur Erreichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens.

In seiner Grundsatzrede zum Auftakt der Veranstaltung erklärte Ibrahim Thiaw, Exekutivsekretär des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD): „Es geht darum, ganzheitlich zu denken und die Ärmel hochzukrempeln. Es kommt auf unsere Vision und unsere Bemühungen als UN-Mitarbeiter und Regierungen an“.

Während des 5-tägigen interaktiven Programms werden über 100 TeilnehmerInnen der UN-Sommerakademie ihr Wissen über die Kernsubstanzen und -prozesse im Zusammenhang mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vertiefen. Sie kommen aus einer Vielzahl von Institutionen, die nationale und lokale Regierungen und internationale Organisationen sowie die Zivilgesellschaft, die Wissenschaft und den Privatsektor vertreten. Dies bietet Ihnen die einzigartige Gelegenheit, voneinander zu lernen und Partnerschaften zu bilden.

Weitere Informationen auf der UN Bonn Webseite oder auf social media @UNBonn @UNSSCBONN @UNSSC

Unaufhaltsame Abfolge von Katastrophen im Asiatisch-Pazifischen Raum sei erst der Anfang, warnt UN-Regionalbüro

Asia23 August 2019 - Veränderte Muster und sich verschlechternde Auswirkungen von Naturkatastrophen in Asien und im Pazifik, in Verbindung mit Umweltzerstörung und Klimawandel, haben nicht nur die Vorhersage solcher Katastrophen erschwert, sondern sind auch ein „Zeichen zukünftiger Entwicklungen“, warten die Vereinten Nationen.

Der am Donnerstag herausgegebene Katastrophenbericht 2019 der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Asien und den Pazifik (ESCAP) hat ergeben, dass die jährlichen wirtschaftlichen Verluste aufgrund von Katastrophen hoch sind.

Zusätzlich zu den Auswirkungen von Katastrophen auf das menschliche Leben drohen die wirtschaftlichen Verluste die hart erkämpfte Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum rückgängig zu machen.

Laut Armida Alisjahbana, der Leiterin von ESCAP, haben die Länder der Region keine Chance die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030 zu erreichen, wenn ihre Bevölkerungen nicht ausreichend vor Katastrophen geschützt sind.

Mangelnde Finanzierungsunterstützung zwingt UN lebensrettende Nothilfe im Jemen einzustellen

Jemen22. August 2019 - Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie mehrere humanitäre Programme im Jemen einstellen müssen, da die von den Mitgliedstaaten zugesagten finanziellen Mittel nicht gezahlt worden seien.

"Wir sind angewiesen auf die versprochenen Gelder", sagte Lise Grande, die Humanitäre Koordinatorin der Vereinten Nationen für den Jemen. "Millionen von Menschen im Jemen, die unverschuldet Opfer dieses Konflikts sind, sind auf unsere Unterstützung angewiesen, um zu überleben", mahnte sie.

Wenn die zugesagten Mittel nicht in den kommenden Wochen eingehen, werden die Lebensmittelrationen für 12 Millionen Menschen gesenkt und mindestens 2,5 Millionen unterernährte Kinder von den Grundversorgungsleistungen ausgeschlossen.

"Dies ist die weltweit größte humanitäre Anstrengung zur Bewältigung der schlimmsten humanitären Krise", betonte Grande. "Wenn wir die nötige Finanzierung erhalten, können wir einen großen Unterschied bewirken."

Sie bedankte sich bei den Gebern, die ihre Versprechen eingehalten haben und sagte, dass mit ihren Geldern „ die Nothilfe verdoppelt, in manchen Teilen des Landes auch verdreifacht wurde”.

Dringender Bedarf an „Zurückhaltung und echtem Dialog“ im Nahen Osten, um größere Konfrontationen zu vermeiden

Viotti21. August 2019 - Die Kabinettschefin des UN-Generalsekretärs, Maria Luiza Viotti, informierte den Sicherheitsrat über die Lage im Nahen Osten und sagte am Dienstag, dass "Zurückhaltung und ein echter Dialog dringend erforderlich sind", um eine größere Konfrontation zu vermeiden. Diese hätte katastrophale Folgen, auch weit über die Region hinaus.

Sie beschrieb die Lage im Nahen Osten als "problematisch und komplex" und von langwierigen Konflikten und geopolitischen Spannungen gekennzeichnet. Insbesondere in der Straße von Hormus seien die Spannungen auf ein gefährliches Niveau gestiegen. Die mit der Schifffahrt verbundenen Rechte und Pflichten müssten auf Basis des Völkerrechts respektiert werden. Viotti bekräftigte auch die Unterstützung der Vereinten Nationen für den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), der häufig als iranisches Nuklearabkommen bezeichnet wird und "der einzige vereinbarte internationale Rahmen bleibt, um das iranische Nuklearprogramm in Angriff zu nehmen."

Ein gerechtes Israel-Palästina „wesentlich für die Zukunft der gesamten Region“

In Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt, welcher am längsten auf der Agenda der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit ist, sagte Viotti, dass eine gerechte, für beide Seiten akzeptable Lösung für die Zukunft der gesamten Region des Nahen Ostens von wesentlicher Bedeutung ist. Die Vereinten Nationen sind bemüht eine Zwei-Staaten-Lösung zu unterstützen, die es Palästinensern und Israelis ermöglichen würde, in zwei demokratischen Staaten nebeneinander, in Frieden und innerhalb sicherer und international anerkannter Grenzen zu leben.

Agenda 2030 „untrennbar mit der Konfliktlösung verbunden“

Die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ist nach Ansicht von Viotti unmittelbar mit der Lösung und Prävention von Konflikten verbunden. Sie wies auf die Gleichstellung der Geschlechter hin und erklärte, dass es in den letzten Jahren in der Region zwar einige bemerkenswerte Fortschritte gegeben habe, die Chancengleichheit jedoch begrenzt geblieben sei und geschlechtsspezifische Gewalt weit verbreitet sei.

Viotti erläuterte abschließend die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen die Vereinten Nationen die zahlreichen Herausforderungen im Nahen Osten angehen, z. B. vorbeugende Diplomatie und Mediation, Bereitstellung humanitärer Hilfe und Unterstützung von Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung.

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