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UNO - SCHLAGZEILEN

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Guterres: UN-Gipfeltreffen sollen "Ehrgeiz und Handeln" für Klimawandel und nachhaltige Entwicklung antreiben

Summit19. September 2019 - In der kommenden Woche finden fünf wichtige Gipfeltreffen der Vereinten Nationen statt, auf denen Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise und anderer globaler Probleme ergriffen werden sollen. Sie sollen die UNO als "Motor für sinnvolle, positive Veränderungen" ausweisen, so der Mann an der Spitze der Organisation.

Für den UN-Generalsekretär ist angesichts des Klimawandels, der zunehmenden Ungleichheit, des zunehmenden Hasses und der Intoleranz, sowie der „alamierenden“ Anzahl an Friedens- und Sicherheitsherausforderungen keine Zeit zu verlieren.

„Die größte Herausforderung für Führungskräfte und Institutionen besteht darin, Menschen zu zeigen, dass sie uns wichtig sind - und Lösungen zu finden, um mit Antworten auf die Ängste der Menschen zu reagieren. Die kommende hochrangige Woche soll genau das ermöglichen“, sagte er am Mittwoch in New York gegenüber Journalisten.

„Es wird Dutzende von Gipfeln, Treffen und Nebenveranstaltungen geben. Aber ich kann die Bedeutung all dieser Diskussionen in zwei Worte fassen: Ehrgeiz und Handeln. Ich sehe die hochrangige Woche als eine hervorragende Gelegenheit, die Vereinten Nationen als Zentrum für Lösungen und Motor für eine sinnvolle und positive Veränderung im Leben der Menschen zu präsentieren."

Die hochrangige Woche beginnt am Montag mit dem Klimagipfel. Dort sollen mehrere Pläne zur drastischen Reduzierung der Emissionen in den nächsten zehn Jahren und zur Erreichung der CO2-Neutralität bis 2050 vorgestellt werden.

Die vier anderen Gipfeltreffen werden sich mit der allgemeinen Gesundheitsversorgung, den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, der Finanzierung der Entwicklung und der Unterstützung der kleinen Inselentwicklungsstaaten befassen.

Guterres versprach, dass seine Botschaft durchweg einfach sein wird: „Stellen Sie die Menschen an die erste Stelle. Ihre Bedürfnisse. Ihre Bestrebungen. Ihre Rechte."

UN-Gesandter: Angriff auf saudische Raffinerien könnte Jemen in „regionalen Großbrand“ ziehen

security council17. September 2019 – Der UN-Sondergesabdte für den Jemen, Martin Griffiths, hat dem Sicherheitsrat mitgeteilt, dass die Angriffe auf Ölraffinerien in Saudi-Arabien, für die Rebellen im Jemen die Verantwortung übernehmen, das vom Krieg zerstörte Land in einen noch größeren Konflikt verwickeln könnten.

Griffiths sagte, es sei "keine Zeit zu verlieren", um die vierjährigen Kämpfe zwischen den Houthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung zu beenden. Dieser Konflikt, welcher von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition unterstützt wird, hat im Land zu einer schweren Hungersnot geführt.

In Anbetracht der jüngsten Angriffe auf saudische Einrichtungen warnte Griffiths, dass "diese Art von Attacken zumindest die Gefahr birgt, den Jemen in einen regionalen Großbrand zu verwickeln.“

Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten, OCHA, schätzt, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung - oder 24 Millionen Menschen - humanitäre Hilfe benötigen.

Vertreter der Kriegsparteien hatten sich letzte Woche getroffen, um über einen länger andauernden Waffenstillstand, den Rückzug an der Front und die geplante Umverteilung der Streitkräfte zu diskutieren. Ein Mechanismus zur Aufrechterhaltung des Waffenstillstands wurde aktiviert und hat dazu beigetragen, die Gewalt im wichtigsten Hafen am Roten Meer zu reduzieren, in dem die meisten wichtigen Hilfslieferungen abgewickelt werden.

UN-Nothilefekoordinator Mark Lowcock informierte den Sicherheitsrat jedoch darüber, dass die Betriebsbedingungen möglicherweise nie schlechter waren. Lowcock berichtete, dass im Juni und Juli verschiedene Hilfsorganisationen 300 Vorfälle gemeldet hätten, die ihre Arbeit behinderten. Dies geschah hauptsächlich durch Einschränkungen, die von den Rebellen verhängt worden waren. Dennoch begrüßte er die jüngsten Mittelzuweisungen, einschließlich einer bevorstehenden Überweisung von 500 Millionen US-Dollar aus Saudi-Arabien, die gestern bestätigt wurde.

Guterres fordert nach Drohnenangriff auf wichtige saudische Ölraffinerie maximale Zurückhaltung

saudi16. September 2019 – UN-Generalsekretär Guterres hat alle Beteiligten aufgefordert sich in „maximaler Zurückhaltung“ zu üben nach einer Welle von Drohnenangriffen gegen eine riesige Armco-Erdölverarbeitungsanlage in Saudi-Arabien. Der Angriff könnte die Sicherstellung der weltweiten Ölversorgung bedrohen.

Houthi-Rebellen aus dem Jemen, die gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition kämpfen und dabei die schlimmste humanitäre Krise der Welt herbeiführten, sagten, sie seien für den Luftangriff am frühen Samstag verantwortlich. Die Vereinigten Staaten gaben jedoch an, dass es keine Beweise dafür gebe. Stattdessen warfen sie dem Iran vor, einen „beispiellosen Angriff auf die Energieversorgung der Welt“ verübt zu haben.

Der Iran lehnte am Sonntag jegliche Verantwortung ab und erhöhte Berichten zufolge Spannungen in der Region, indem das Land darauf hinwies, dass sich US-Einrichtungen in Reichweite iranischer Raketen befänden.

Die saudischen Ölfelder waren im vergangenen Jahr mehrfach das Ziel von Angriffen der Houthi-Truppen, die einen Großteil des Gebiets nahe der südlichen Grenze des Königreichs zum Jemen kontrollieren. Jedoch war dieser Angriff beispiellos, da Aramco mitteilte, dass als Konsequenz der Angriffe 5,7 Barrel pro Tag weniger gefördert werden können, was mehr als fünf Prozent der weltweiten Rohölversorgung entspricht.

Ein Sprecher von António Guterres erklärte, dass "der Generalsekretär die Angriffe auf Aramco-Ölanlagen in der Ostprovinz im Königreich Saudi-Arabien am Samstag verurteilt" und "alle Parteien zur Ausübung von maximaler Zurückhaltung, Vermeidung von Eskalationen bei erhöhten Spannungen und der dauerhaften Einhaltung des humanitären Völkerrechts“ auffordert.

Fortschritte bei den Nachhaltigkeitszielen sind ohne Kurswechsel in Gefahr

Report launch12. September 2019 - Das derzeitige weltweite Modell für nachhaltige Entwicklung droht, Jahre des Fortschritts rückgängig zu machen, wenn sich die Strategien nicht drastisch ändern. Dies hat eine unabhängige Gruppe von Wissenschaftlern, in einem am Mittwoch veröffentlichten, umfassenden neuen Bericht, festgestellt.

Die Verschärfung sozialer Ungleichheiten und eine potenziell irreversible Schädigung der Umwelt, die für uns alle Folgen hat, erfordern ein abgestimmtes Vorgehen. Dies forderte die Abteilung für Wirtschaft und Soziales der Vereinten Nationen (DESA) in einer Erklärung zu den Ergebnissen des Berichts, der von einem Team von 15 Experten zusammengestellt wurde.

Sie hielten fest, dass "es nach wie vor möglich ist, das Wohlergehen aller Menschen zu erreichen und die Armut für die gesamte Menschheit zu beseitigen - 2030 soll es Schätzungen nach ca. 8,5 Milliarden Menschen geben- aber nur, wenn sich das Verhältnis zwischen Mensch und Natur grundlegend ändert. "

Der Bericht „Die Zukunft ist jetzt: Wissenschaft zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung“ zeigt, wie die Beziehungen zwischen einzelnen SDGs und den „konkreten Systemen, die die Gesellschaft heute definieren“ zu verstehen sind, um einen Plan zur Verringerung der globalen Instabilität zu entwickeln.

Der derzeitige Fahrplan für die Entwicklung habe Wohlstand für „Hunderte von Millionen“ geschaffen, aber auf Kosten anderer Ressourcen und steigender Ungleichheit, die das globale Wachstum untergraben.

Der Status Quo müsse sich ändern, sagten die Wissenschaftler, um weitere Einbußen im Bereich „sozialer Zusammenhalt und nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ zu vermeiden, den Verlust der biologischen Vielfalt einzudämmen und eine „Welt zu retten, die den Wendepunkten des globalen Klimasystems nahe kommt.

Dazu müssen alle Sektoren koordiniert zusammenarbeiten, fordert der Bericht. Höhere Investitionen in die Wissenschaft, um Nachhaltigkeit zu fördern, ist ein zentraler Ansatz und die Erkenntnis, dass die SDGs nur erreicht werden, wenn Wirtschaftswachstum von Umweltzerstörung getrennt wird und Ungleichheiten verringert werden.

Dem Bericht zufolge gibt es 20 Interventionspunkte, mit denen der Fortschritt in den nächsten zehn Jahren in Richtung mehrerer Ziele und Vorgaben beschleunigt werden kann.

Dazu gehört als Voraussetzung zur Beseitigung von Armut, dass eine gute Grundversorgung universell verfügbar sein muss in den Bereichen von Gesundheitsversorgung, Bildung, Wasser- und Sanitärinfrastruktur, Wohnen und sozialer Schutz.

Schätzungen zufolge werden bis 2050 voraussichtlich zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Um die Agenda 2030 zu erreichen, müssten kompaktere und effizientere städtische Gebiete geschaffen werden, die sich an einer naturbasierten Infrastruktur orientieren – jedoch müssen die Dienstleistungen und Ressourcen des Ökosystems gesichert werden.

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