Mittwoch, 21 Februar 2018
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Neujahrsbotschaft von UNICEF: Mehr Neugeborene müssen ersten Tag überleben

UNICEF UN0154492 NewYears baby1. Januar 2018 – Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat Länder dazu aufgerufen, mehr dafür zu unternehmen, dass Neugeborene die ersten Tage ihres Lebens überleben. Am gestrigen Neujahrstag waren rund 386,000 Kinder zur Welt gekommen – 90 Prozent davon in weniger entwickelten Ländern.
 „An diesem Neujahrstag ist es UNICEF’s Vorsatz, dabei zu helfen jedem Kind, mehr als eine Stunde, mehr als einen Tag, mehr als einen Monat – mehr als bloßes Überleben zu geben“, sagte der UNICEF-Gesundheitsdirektor Stefan Peterson am Montag.
UNICEF zufolge wurde das erste Kind des Jahres 2018 auf der zu Kiribati zählenden Weihnachtsinsel erwartet. Mehr als die Hälfte der Geburten am Neujahrstag fanden in neun Ländern statt:


• Indien – 69,070
• China – 44,760
• Nigeria – 20,210
• Pakistan – 14,910
• Indonesien – 13,370
• USA – 11,280
• Demokratische Republik Kongo – 9,400
• Äthiopien – 9,020
• Bangladesch – 8,370


Während viele dieser Kinder überleben werden, sind einige an ihrem ersten Lebenstag verstorben. Im Jahr 2016 starben täglich schätzungsweise 2,600 Kinder innerhalb der ersten 24 Stunden ihres Lebens.
„Wir rufen alle Regierungen und Partner dazu auf, das Leben von Millionen Kindern durch bewährte und kostengünstige Maßnahmen zu retten“, sagte Peterson.

Jemen: Über 100 Zivilisten durch Luftangriffe getötet

48586129.12.2017 - Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen sind nach UN-Angaben in den vergangenen zehn Tagen 109 Zivilisten getötet worden. UN-Koordinator Jamie McGoldrick sprach von einem "sinnlosen und absurden Krieg". Unter Berufung auf das UN-Menschenrechtsbüro verwies McGoldrick darauf, dass bei einem Angriff auf einen Markt in Al-Hajma am Dienstag 54 Menschen getötet und 32 verletzt worden seien. Acht der Toten und sechs der Verletzten seien Kinder. Am selben Tag seien beim Angriff auf einen Bauernhof im Bezirk Attohajta 14 Menschen ums Leben gekommen. An weiteren Orten starben den UN-Informationen zufolge bei Luftangriffen 41 Zivilisten. “Diese Zwischenfälle zeigen, dass alle Kriegsparteien einschließlich Saudi-Arabiens weiterhin Menschenleben völlig missachten”, erklärte der UN-Koordinator. “Es zeigt sich, dass dieser absurde Krieg nur zur Zerstörung des Landes führt und den Menschen unvergleichliches Leid bringt.” McGoldrick wies darauf hin, dass nach dem Völkerrecht die Kriegsparteien Zivilisten verschonen müssten. Die Jemeniten erleben nach UN-Angaben wegen des Krieges weltweit die schlimmste Krise: Rund acht Millionen Menschen hungern, eine Million leidet an Cholera. Die Wirtschaft des schon früher armen Landes ist zusammengebrochen.

UN-Generalsekretär António Guterres: Neujahrsbotschaft

744918Liebe Freunde aus aller Welt,

Ein glückliches Neues Jahr.

Als ich vor einem Jahr mein Amt antrat, erbat ich für 2017 ein Jahr des Friedens.

Leider ging die Welt grundlegend in die umgekehrte Richtung.

Am Neujahrstag 2018 rufe ich nicht dazu auf. Ich warne – Alarmstufe rot für unsere Welt.

Konflikte haben sich vertieft und neue Gefahren sind aufgetreten.

Globale Ängste vor Atomwaffen sind am stärksten seit dem Kalten Krieg.

Der Klimawandel bewegt sich schneller als wir.

Ungleichheiten wachsen.

Wir sehen schreckliche Menschenrechtsverletzungen.

Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit steigen.

Am Beginn von 2018 rufe ich zur Einheit.

Ich glaube ehrlich, dass wir unsere Welt sicherer machen können.

Wir können Konflikte lösen, Hass überwinden und gemeinsame Werte teilen.

Aber wir können es nur gemeinsam machen.

Ich bitte alle Führenden überall um diesen Neujahrvorsatz:

Verringert die Schere. Überbrückt die Gräben.

Baut Vertrauen wieder auf, indem ihr die Menschen für die gemeinsamen Ziele zusammenbringt.

Geschlossenheit ist der Weg.

Unsere Zukunft hängt davon ab.

Ich wünsche Ihnen für 2018 Frieden und Gesundheit. Thank you. Shokran. Xie Xie. Merci. Spasiba. Gracias. Obrigado.

 

UNICEF: Kinder werden immer öfter Opfer in Konflikten

55987828.12.2017 - Kinder in Kriegsgebieten werden nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit immer stärker zur Zielscheibe. Die Konfliktparteien missachteten offensichtlich das Völkerrecht, durch das die Wehrlosesten geschützt werden sollten, sagte Manuel Fontaine, Unicef-Direktor für Nothilfe-Programme. In Konflikten in aller Welt seien Kinder zu Zielen an der Front geworden, würden als menschliche Schutzschilde verwendet, getötet, verstümmelt und für den Kampf angeworben. Vergewaltigung, Zwangsheirat, Verschleppung und Versklavung seien in Konflikten im Irak, Syrien, Jemen, in Nigeria, im Südsudan und Myanmar Taktik. Viele Millionen Kinder zahlten zudem einen indirekten Preis und litten an Mangelernährung, Krankheiten und Traumata. Kindern würden Angriffen und brutaler Gewalt in ihren Häusern, Schulen und auf ihren Spielplätzen ausgesetzt, beklagte Fontaine. Diese Angriffe setzten sich Jahr für Jahr fort. "Wir dürfen nicht taub sein. Solche Brutalität darf nicht die neue Normalität sein." Allein in Afghanistan kamen in den ersten neun Monaten 2017 nach Unicef-Angaben fast 700 Kinder ums Leben. In Nigeria und Kamerun habe die Terrorgruppe Boko Haram mindestens 135 Kinder gezwungen, als Selbstmordattentäter zu agieren. Im Irak und Syrien würden Kinder als menschliche Schutzschilde eingesetzt. Im Jemen seien nach fast 1000 Tagen Krieg mindestens 5000 Kinder getötet oder verletzt worden. Mehr als elf Millionen Kinder benötigten Hilfe.

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UN-Generalsekretär Guterres: Erklärung zum Holocaust-Gedenktag, 27.1.2018

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