Freitag, 15 November 2019
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO - SCHLAGZEILEN

UN headlines banner

30 Jahre Mauerfall

langer eugen08. November 2019 - Am 09. November vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer. Dieses hatte weltweite Auswirkungen, auch auf Deutschland und dessen Beziehungen zu den Vereinten Nationen. Mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Oktober 1990 wurde die 17-jährige Doppelmitgliedschaft Deutschlands in den Vereinten Nationen beendet und damit völlig neue Rahmenbedingungen für die deutsche UN-Politik und den UN-Standort Bonn geschaffen.

Der "Zwei-plus-Vier-Vertrag" vom 12. September 1990, der die außenpolitischen Aspekte der deutschen Wiedervereinigung regelte, brachte dem vereinten Deutschland die vollständige Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten. Bereits zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 kündigte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl eine aktivere Rolle Deutschlands in den Vereinten Nationen an. Der Bonn-Berlin-Beschluss vom 20. Juni 1991 setzte so für den Standort Bonn, an dem sich bereits 1951 die erste Organisation der Vereinten Nationen niedergelassen hatte, „die Übernahme und Ansiedlung neuer Funktionen und Institutionen von nationaler und internationaler Bedeutung" eine neue Zielmarke.

Die Rolle Bonns als Standort für Entwicklungspolitik sowie für die Einrichtung und Ansiedlung nationaler, internationaler und supranationaler Einrichtungen wurde damit festgeschrieben, der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bonn verstärkten gemeinsam ihre Anstrengungen für den Auf- und Ausbau des UN-Standortes Bonn. Mit dem Berlin/Bonn-Gesetz und einer Ausgleichsvereinbarung konnte Bonn die dieser Rolle entsprechenden Infrastrukturen schaffen, vor allem die räumlichen Bedingungen für die künftige Arbeit multilateraler Einrichtungen. Mit der Ansiedlung des Freiwilligenprogramms der Vereinten Nationen im Jahr 1996 - und wenig später des Klimasekretariates - begann Bonns Entwicklung zur deutschen Stadt der Vereinten Nationen und Zentrum für globale Zukunftsthemen. Äußeres Symbol dieser Entwicklung ist der wachsende Bonner UN-Campus im Herzen des ehemaligen Regierungsviertels um den “Langen Eugen” herum, der den rund 1.000 Beschäftigten der Vereinten Nationen in Bonn Platz bietet.

Erziehung als Mittel gegen Antisemitismus und Intoleranz

0news article 081119 small8. November 2019 - Intoleranz kann verhindert und verlernt werden, denn niemand sei zum Hass geboren worden, sagte der UN-Generalsekretär Guterres am Donnerstag. Er unterstrich seinen anhaltenden Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Formen des Hasses.

Guterres sprach im New Yorker Museum of Jewish Heritage anlässlich des 81. Jahrestages des vom NS-Regime durchgeführten Kristallnacht-Pogroms.

"Jahrzehnte nach dem Holocaust ist eine der ältesten Formen des Hasses immer noch bei uns vorhanden", bemerkte er.

Terroristen und Neonazis verstärken die Rekrutierung und Radikalisierung, setzte er fort, während das Internet dazu beiträgt, Bigotterie und gewalttätige Frauenfeindlichkeit zu verbreiten.

Der Generalsekretär forderte dringend Maßnahmen von Eltern, Lehrern und politischen Führern.

Guterres hob die Bemühungen der Weltgemeinschaft hervor, diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, wie zum Beispiel die UN-Aktionspläne zur Bekämpfung von Hassreden und zur Gewährleistung der Sicherheit von Gotteshäusern.

„Menschen sind nicht geboren, um zu hassen; Intoleranz wird erlernt und kann so verhindert und auch wieder verlernt werden “, erklärte er.

UN-Nothilfekoordinator: Notleidende Venezolaner brauchen mehr Hilfe

news article 071119 small07. November 2019 - "Gewöhnliche Frauen, Männer und Kinder stehen vor erdrückenden Herausforderungen, um in Venezuela zu überleben ", sagte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.

"Millionen können sich nicht das absolute Minimum an Nahrung, Wasser und Gesundheitsversorgung leisten", fuhr der Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten fort und fügte hinzu, dass sich die Situation weiter verschlechtere.

„Das Gesundheitssystem steht kurz vor dem Zusammenbruch. In vielen Krankenhäusern mangelt es an der grundlegendsten Wasser- und Strominfrastruktur. Patienten sind einem hohen Risiko ausgesetzt, ihr Leben zu verlieren.“

Der Mangel an Medikamenten und medizinischem Personal verschärfe die Situation, fügte Lowcock hinzu.

Er unterstrich, dass "nur eine politische Lösung das Leid beenden kann" und erklärte, dass die UN in der Zwischenzeit "weiterhin humanitäre Hilfe für die am stärksten gefährdeten Personen gemäß der UN-Grundsätze der Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität leisten wird".

"Jeder muss mehr tun", sagte er. „Es werden wesentlich mehr finanzielle Ressourcen benötigt. Wir müssen einen Weg finden, venezolanische Ressourcen freizusetzen, um mehr zu humanitären Aktionen beizutragen und der Verringerung des unmittelbaren Leidens der Menschen in diesem Land größere Priorität einzuräumen “, schloss er.

Fast zwei Millionen Kameruner in humanitärer Notlage

06. November 2019 - news article 061119 smallDie anhaltende Gewalt im Nordwesten und Südwesten Kameruns hat zu einem schnell wachsenden humanitären Notstand geführt, von dem inzwischen rund 1,9 Millionen Menschen betroffen sind.

In Genf erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, dass in der westafrikanischen Nation fast eine Million Kinder betroffen waren.

"Schätzungen zufolge sind rund 1,9 Millionen Menschen, von denen etwa die Hälfte Kinder sind, in Not. Dies entspricht einer Steigerung von 80 Prozent gegenüber 2018 ", betonte UNICEF-Sprecherin Mercado.

Angesichts der Verschlechterung der Sicherheit in ländlichen wie städtischen Gebieten hielt das humanitäre Koordinierungsbüro der Vereinten Nationen (OCHA) fest, dass sowohl Separatisten als auch Regierungstruppen weiterhin Menschenrechtsverletzungen begehen.

Die Situation hat dazu geführt, dass eine wachsende Anzahl von Jugendlichen keine Ausbildung abschließen konnten. "Drei Jahre Gewalt und Instabilität haben mehr als 855.000 Kinder davon abgehalten eine Schule zu besuchen", sagte Mercado.

UNICEF hatte Lehrbücher und andere Lernmaterialien für 37.000 Kinder im schulpflichtigen Alter besorgt und Alphabetisierungs- und Rechenunterricht per Radio übertragen.

OCHA stellte fest, dass der Mangel an Finanzmitteln in Kamerun nach wie vor ein großes Problem darstellt.

Seite 2 von 450

2

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2778

  • Allgemeine Anfragen: info(at)unric.org
  • Presse/Medien: deutschland(at)unric.org