Donnerstag, 19 September 2019
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UNO - SCHLAGZEILEN

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"Das gesamte Spektrum der afghanischen Gesellschaft“ muss hinter Friedensgesprächen stehen, so der UN-Sondergesandte

Afghanistan 100 year celebration11. September 2019 - Der Konflikt in Afghanistan kann nur durch „direkte Gespräche“ innerhalb der Gesellschaft gelöst werden, hat Tadamichi Yamamoto, Leiter der UN-Hilfsmission in Afghanistan (UNAMA), am Dienstag gegenüber dem Sicherheitsrat betont.

Er sagte, dass die Friedensbemühungen im vergangenen Jahr Hoffnung gegeben hätten, „aber vielen auch Angst gemacht haben". Yamamoto betonte, dass jede politische Einigung das Versprechen enthalten müsse, „die Menschenrechte und Grundfreiheiten aller in Afghanistan lebenden Menschen, einschließlich Frauen, Jugendlichen und Minderheiten, sowie die Meinungs- und Medienfreiheit zu schützen und voranzutreiben.“

Ein wichtiger Erfolg der letzten 18 Jahre sei die institutionelle Kapazität des Staates, welche erhalten und gefördert werden müsse. Laut Yamamoto müssten zukünftige Friedensbemühungen "die Gewalt verringern und zu einer endgültigen Waffenruhe führen.“ Dafür sei die regionale Unterstützung weiterhin entscheidend.

Der Leiter des Büros der Vereinten Nationen für Drogen und Kriminalität (UNODC), Yury Fedotov, hat den Rat über Drogenproduktion, Drogenhandel und grenzüberschreitende organisierte Kriminalität informiert. Die anhaltenden Herausforderungen durch illegale Drogen, Wirtschafts- und Finanzkriminalität, Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung „untergraben weiterhin die Stabilität des Landes“, so der UNODC-Chef.

Die afghanische Bevölkerung wird am 28. September wählen. Dies wird ihre vierte Präsidentschaftswahl seit 2001. Obwohl UN-Berater „Hand in Hand“ mit Wahlleitungsgremien und Sicherheitsinstitutionen mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, bleiben Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, Betrug und der Wahlbeteiligung bestehen.

Alle 40 Sekunden stirbt eine Person durch Selbstmord: neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation

suicide10. September - Trotz der Fortschritte bei nationalen Präventionsstrategien stirbt alle 40 Sekunden eine Person durch Suizid. Dies beklagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag und teilte die wichtigsten Ergebnisse des jüngsten WHO-Berichts zur globalen Selbstmordrate hervor.

Fast 800.000 Menschen sterben jedes Jahr durch Selbstmord, und für jeden Todesfall gibt es über 20 Selbstmordversuche. Selbstmord ist nach Angaben der WHO die zweithäufigste Todesursache unter den 15- bis 29-Jährigen.

Weltweit ereignen sich 79 Prozent der Selbstmorde in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die Länder mit hohem Einkommen weisen jedoch die höchsten Selbstmordraten auf. In wohlhabenderen Ländern sind die Vorfälle bei Männern dreimal so hoch wie bei Frauen, während sie in ärmeren Ländern gleich sind.

"Das Erleben von Konflikten, Katastrophen, Gewalt, Missbrauch oder Verlusten und ein Gefühl der Isolation sind eng mit Selbstmord verbunden", führt die WHO in ihrer Liste der wichtigsten Fakten aus. Gefährdete Gruppen, die Diskriminierung erfahren, weisen eine höhere Selbstmordrate auf und "der mit Abstand stärkste Risikofaktor für Selbstmord ist ein früherer Selbstmordversuch."

Das komplexe Problem erfordert eine sektorübergreifende Koordinierung, um die Prävention zu fördern. Stigmatisierung psychischer Störungen, mangelndes Selbstmordbewusstsein als schwerwiegendes Gesundheitsproblem und das Tabu in vielen Gesellschaften, offen darüber zu diskutieren, hat zur Folge, dass viele Menschen, die über Selbstmord nachdenken, keine angemessene Hilfe erhalten.

Die WHO empfiehlt eine bessere Schulung von Mitarbeitern in Gesundheitsberufen in Bezug auf die Bewertung und das Management von Selbstmordverhalten in ihren Leitlinien zur Prävention sowie eine frühzeitige Behandlung von psychischen Störungen, eine wirksame Überwachung des Alkohol- und Substanzkonsums, eine verantwortungsvolle Berichterstattung durch die Medien und eine Einschränkung des Zugangs zu Hilfsmitteln für Selbstmord.

Installation mit UNICEF-Rucksäcken zeigt eindringlich, dass Kinder in Konfliktgebieten besser geschützt werden müssen

UNICEF backpacks9. September 2019 - Während Kinder in vielen Teilen der Welt zur Schule zurückkehren, hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) am Sonntag mit einer eindringlichen Installation, in der 3.758 Schulrucksäcke wie Grabsteine die hohe Anzahl an Todesfällen von Kindern in Konfliktregionen im Jahr 2018 darstellen, auf die prikäre Situation hingewiesen und zu besserem Schutz von Kindern in Konfliktregionen aufgerufen.

Die UNICEF-Installation wurde im Garten des UN-Hauptquartiers in New York enthüllt, und soll als Botschaft an die Staats- und Regierungschefs der Welt, die zur jährlichen Generalversammlung zusammenkommen werden, dienen. Sie zeigt eine Reihe von Rucksäcken, die an einen Friedhof erinnern und jeweils den sinnlosen Verlust eines jungen Lebens durch Konflikte darstellen.

Laut dem Jahresbericht 2019 des Generalsekretärs über Kinder und bewaffnete Konflikte wurden im vergangenen Jahr mehr als 12.000 Kinder in Konfliktgebieten getötet oder verstümmelt - die höchste Zahl seit Beginn der Überwachung und Reportage dieser schwerwiegenden Rechtsverletzung durch die Vereinten Nationen.

Bei diesen Zahlen handelt es sich nur um überprüfte Vorfälle, wobei die tatsächlichen Zahlen wahrscheinlich viel höher liegen.

Bei anhaltenden Konflikten in Afghanistan, in der Zentralafrikanischen Republik, in Somalia, im Südsudan, in Syrien, im Jemen und in vielen anderen Ländern zahlen Kinder den schwerwiegendsten Preis für den Krieg.

Die überwiegende Mehrheit der Fälle, in denen Kinder in Kriegsregionen ums Leben kommen, sind auf den fortwährenden und weit verbreiteten Einsatz explosiver Waffen wie Luftangriffe, Landminen und Streumunition zurückzuführen.

WHO begrüßt Facebooks Versprechen, die Verbreitung von Fehlinformationen über Impfungen zu verhindern

WHO Impfung6. September 2019 - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag die Zusage von Facebook begrüßt, sicherzustellen, dass Nutzer Fakten von Fiktionen trennen können, wenn es um Impfstoffe geht. Dies soll plattformübergreifend von der Facebook-Suche bis hin zu Gruppen, Seiten und Foren geschehen.

Nach monatelangen Diskussionen zwischen der WHO und Facebook über die Verbreitung von Fehlinformationen in Bezug auf Impfungen hat der Social-Media-Riese sich dazu verschrieben, Millionen von Nutzern auf die „genauen und zuverlässigen Impfstoffinformationen der WHO in mehreren Sprachen hinzuweisen, um sicherzustellen, dass wichtige Gesundheitsbotschaften die Menschen erreichen, die sie am dringendsten brauchen“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebryesus in einer Erklärung.

"Falsche Impfinformationen stellen eine große Bedrohung für die globale Gesundheit dar, welche die jahrzehntelangen Fortschritte bei der Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten zunichte machen könnten", warnte die WHO.

Tödliche und schädigende Krankheiten wie Diphtherie, Hepatitis, Kinderlähmung und Masern können durch Impfung wirksam verhindert werden.

Die WHO zählt die Abneigung gegen Impfungen zu den zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit in 2019 und nennt als Beispiel den jüngsten Anstieg der Masernfälle weltweit um 30 Prozent.

Da die Anti-Impf-Bewegung online an Fahrt gewinnt, sind die Impfraten in wohlhabenden Gebieten weltweit ebenso stark gesunken wie in Entwicklungsländern. Medienberichten zufolge sind die Impfzahlen in Los Angeles in Kalifornien so niedrig wie im Tschad und im Südsudan.

Die WHO schätzt, dass Impfung 2-3 Millionen Todesfälle pro Jahr verhindern und zusätzlich 26 vermeidbare Krankheiten und Behinderungen durch Impfungen vorbeugen.

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