Montag, 23 September 2019
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WHO begrüßt Facebooks Versprechen, die Verbreitung von Fehlinformationen über Impfungen zu verhindern

WHO Impfung6. September 2019 - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag die Zusage von Facebook begrüßt, sicherzustellen, dass Nutzer Fakten von Fiktionen trennen können, wenn es um Impfstoffe geht. Dies soll plattformübergreifend von der Facebook-Suche bis hin zu Gruppen, Seiten und Foren geschehen.

Nach monatelangen Diskussionen zwischen der WHO und Facebook über die Verbreitung von Fehlinformationen in Bezug auf Impfungen hat der Social-Media-Riese sich dazu verschrieben, Millionen von Nutzern auf die „genauen und zuverlässigen Impfstoffinformationen der WHO in mehreren Sprachen hinzuweisen, um sicherzustellen, dass wichtige Gesundheitsbotschaften die Menschen erreichen, die sie am dringendsten brauchen“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebryesus in einer Erklärung.

"Falsche Impfinformationen stellen eine große Bedrohung für die globale Gesundheit dar, welche die jahrzehntelangen Fortschritte bei der Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten zunichte machen könnten", warnte die WHO.

Tödliche und schädigende Krankheiten wie Diphtherie, Hepatitis, Kinderlähmung und Masern können durch Impfung wirksam verhindert werden.

Die WHO zählt die Abneigung gegen Impfungen zu den zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit in 2019 und nennt als Beispiel den jüngsten Anstieg der Masernfälle weltweit um 30 Prozent.

Da die Anti-Impf-Bewegung online an Fahrt gewinnt, sind die Impfraten in wohlhabenden Gebieten weltweit ebenso stark gesunken wie in Entwicklungsländern. Medienberichten zufolge sind die Impfzahlen in Los Angeles in Kalifornien so niedrig wie im Tschad und im Südsudan.

Die WHO schätzt, dass Impfung 2-3 Millionen Todesfälle pro Jahr verhindern und zusätzlich 26 vermeidbare Krankheiten und Behinderungen durch Impfungen vorbeugen.

Die Bahamas wurden von einer "Katastrophe epischen Ausmaßes" heimgesucht, weswegen die UN 1 Million US-Dollar an Notgeldern freigeben

Storm Bahamas Dorian5. September - Nach der "schrecklichen Verwüstung" in Teilen der nördlichen Bahamas durch den Hurrikan Dorian hat Generalsekretär António Guterres gesagt, er sei "zutiefst besorgt" über die Tausenden, die vom riesigen Sturm getroffen wurden. Der UN-Koordinator für Nothilfe, Mark Lowcock, reiste am Mittwoch in den Inselstaat, um die Regierungschefs zu treffen und eine lebensrettende Hilfsoperation voranzutreiben.

Guterres sagte in einer Erklärung, er sei besonders besorgt über die Zehntausenden von Menschen, die auf Grand Bahamas und in Abaco betroffen sind. Er spricht den Familien derjenigen sein Beileid aus, die bei der Katastrophe ihr Leben verloren haben, und wünscht den Verletzten eine baldige Genesung.

Die Rettungskräfte haben nun begonnen, die am schlimmsten betroffenen Teile des Archipels zu erreichen, das aus rund 700 Inseln besteht und sich über mehr als 160.000 Quadratkilometer des Ozeans erstreckt.

Luftbilder zeigen ein hohes Maß an Zerstörung am Boden und die offizielle Zahl der Todesopfer von acht wird voraussichtlich steigen. Der Hurrikan blieb eineinhalb Tage über den Nordwest-Bahamas, bevor er sich abschwächte und sich in Richtung der Küste von Florida entfernte.

In einem Gespräch mit Reportern im UN-Hauptquartier in New York sagte Herr Lowcock, dass der Schaden in "enormen Ausmaßen" zu "enormen Verwüstungen" geführt habe und rund 70.000 Menschen auf den beiden Inseln Grand Bahama und Abaco lebensrettende Hilfe benötigten.

Nach weiteren Luftaufnahmen und einer weiteren Datenerfassung "werden wir hoffentlich sehr bald in der Lage sein, Teams zu den betroffenen Ortschaften zu senden", sagte er und fügte hinzu, er habe dem bahamischen Ministerpräsidenten mitgeteilt, dass er 1 Million Dollar "Soforthilfe" aus dem zentralen Fond für Hilfsoperationen (Central Emergency Relief Fund, CERF) freigeben werde.

Ein Drittel der von den UN befragten Jugendlichen gibt an, Opfer von Online-Mobbing zu sein

bullying UNICEF4. September 2019 - Rund jeder dritte Jugendliche in 30 Ländern hat angegeben, online gemobbt worden zu sein, während jeder fünfte angegeben hat, dass er die Schule deswegen geschwänzt hat.

Dies sind einige der wichtigsten Ergebnisse einer neuen Umfrage, die am Mittwoch vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und dem Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für Gewalt gegen Kinder veröffentlicht wurde.

Fast drei Viertel der Jugendlichen äußerten sich anonym über das Jugend-Engagement-Tool U-Report und gaben an, dass soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Snapchat und Twitter der häufigste Ort für Online-Mobbing sind.

Mehr als 170.000 13- bis 24-Jährige nahmen an der Umfrage teil, darunter junge Menschen aus allen Teilen der Welt. Rund 32 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass Regierungen das Cybermobbing beenden sollten, 31 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Jugendlichen selbstdie Belästigungen beenden sollen, und 29 Prozent gaben an, dass Internetunternehmen die Hauptverantwortung tragen.

"Eine der Schlüsselbotschaften, die wir aus ihren Ansichten ersehen können, ist die Notwendigkeit der Einbeziehung und Partnerschaft von Kindern und Jugendlichen", sagte Najat Maalla Mjid, UN-Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Gewalt gegen Kinder.

Die Umfrageergebnisse stellen auch die Vorstellung in Frage, dass Cybermobbing besonders  unter Klassenkameraden aus wohlhabenderen Schichten auftrete. So gaben 34 Prozent der Befragten in Afrika an, Opfer von Online-Mobbing geworden zu sein. Und 39 Prozent gaben an, über private Online-Gruppen in der Schulgemeinschaft Bescheid zu wissen, in denen Kinder Informationen über Gleichaltrige austauschen, um Mobbing zu betreiben.

Im Rahmen der UNICEF-Kampagne gegen Gewalt in und um Schulen haben Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt 2018 ein Jugendmanifest verfasst, in dem Regierungen, Lehrer, Eltern und alle anderen dazu aufgerufen wurden, die Gewalt zu beenden und dafür zu sorgen, dass sich die Schüler in und um ihrer Schule sicher fühlen.

Um Mobbing und Gewalt im Internet zu beenden, fordert UNICEF Behörden weltweit auf folgendes zu tun:

Implementierung von Mobbing- und Cyberbullying-Richtlinien.

Einrichtung nationaler Sorgentelefone für Kinder und Jugendliche.

Förderung ethischer Standards und Praktiken bei Anbietern sozialer Netzwerke.

Sammlung besserer Beweise über das Online-Verhalten von Kindern und Jugendlichen zur Verbesserung von Richtlinien und Leitlinien.

Lehrer- und Elternschulungen zur Bekämpfung von Cybermobbing und Mobbing, insbesondere für schutzbedürftige Gruppen.

UN-Koordinatorin zu Luftangriffen mit vielen Toten: „Dies sind sehr dunkle Zeiten für den Jemen“

Lise Grande Jemen2. September 2019 Die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Jemen, Lise Grande, hat die tödlichen Luftangriffe am Sonntag in Dhamar City als "schrecklich" bezeichnet. Das Ausmaß der Opfer sei "schockierend". Sie sagte: "Es gab einige Tage mit Gefechten und Luftangriffen im Süden und hunderte von Opfern."

Die Luftangriffe trafen ein ehemaliges Gelände einer Volksschule am nördlichen Stadtrand von Dhamar City. Laut örtlichen Quellen befanden sich bis zu 170 Gefangene in einer Haftanstalt auf dem Gelände.

Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte im Jemen hat bestätigt, dass 52 Gefangene unter den Toten sind. Mindestens 68 Inhaftierte werden noch vermisst. Die Verluste werden wahrscheinlich zunehmen, da die Rettungsbemühungen noch andauern.

Der Angriff ereignete sich erst vor zwei Tagen. Die Situation im Jemen sei "sehr fragil", und die Unsicherheit werde verschärft durch eine Finanzierungslücke der humanitären Hilfe.

Im Jemen geschieht die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Fast 80 Prozent der Gesamtbevölkerung, rund 24,1 Millionen Menschen, sind auf eine Form der humanitären Hilfe angewiesen.

Für den humanitären Reaktionsplan 2019 für Jemen (JHRP) sind 4,2 Milliarden US-Dollar erforderlich, um mehr als 20 Millionen Jemeniten zu unterstützen. Derzeit sind jedoch erst 34 Prozent des Plans finanziert.

Auf einer Verpflichtungskonferenz der Vereinten Nationen im Februar haben die Geberländer 2,6 Milliarden US-Dollar zugesagt, um den dringenden Bedarf zu decken, aber weniger als die Hälfte dieses Betrags ist bisher eingegangen.

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