Handel und Entwicklung
 
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UNCTAD X

Zehnte Tagung der Handels- und
Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen
Bangkok (Thailand), 12. - 19. Februar 2000

Pressemitteilung UNCTAD X/7
4. Februar 2000


Gemeinsam am „Buch der Hoffnungen“ arbeiten

An der Wende zum neuen Jahrtausend hat UNCTAD-Generalsekretär Rubens Ricupero ein Projekt für das Jahr 2000 ins Leben gerufen: Das „Buch der Hoffnungen“, ein zutiefst demokratisches Instrument, das die Teilnahme der einzelnen Bürger an der Arbeit der UNCTAD ermöglichen soll. UNCTAD lädt die Öffentlichkeit ein, konkrete Ideen für die Verbesserung des sozialen und wirtschaftlichen Wohlergehens der Menschen, vor allem in den Entwicklungsländern, beizusteuern. Jeder ist eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Die Idee greift auf eine Einrichtung der Französischen Revolution von 1789 zurück, die Konsultationen mit dem einfachen Bürger vorsah. Diese führten zu einem „Buch der Beschwerden“. Das „Buch der Hoffnungen“ will sich auf Lösungsansätze für die gegenwärtigen Wirtschaftsprobleme konzentrieren und Ideen sammeln, aus denen echte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft für die Bürger des 21. Jahrhunderts geschöpft werden können.

„Wir wissen ganz genau, was falsch läuft“ erklärt Ricupero. „Jetzt ist es an der Zeit, ein Buch der Hoffnungen aufzulegen, denn was wir jetzt am allermeisten brauchen, sind Gründe, um an morgen glauben zu können“. Den Menschen einen Grund zur Hoffnung zu geben, ist vornehmste Pflicht der Politiker und Entscheidungsträger in jedem Aktionsbereich.

Das ist keine Utopie sondern Pragmatik. Es geht darum herauszufinden, wie das Leben unserer Kinder - praktisch und materiell gesehen - besser sein kann als unser eigenes, erläutert Ricupero. Zum Beispiel: Was kann zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und Unternehmen, zur Erhöhung der Löhne, zur Reduzierung der Ungleichgewichte im Einkommen oder zur Förderung des

Und was können internationale Organisationen dazu beitragen? Welche Rolle können der Welthandel, die internationale Finanzwelt, Investitionen und Technologie dabei spielen? Welche Erfolgsberichte können die Umsetzung dieser Ideen in der Praxis veranschaulichen? Welche Trends können auf eine bessere wirtschaftliche Zukunft hoffen lassen?

Als Beispiel für die Ideen, nach denen die UNCTAD sucht, nennt Ricupero die Einrichtung der Mikrokredite, das Produkt der Erfindung einer kleinen Gruppe von Visionären. Mikrokredite sind zwar kein Allheilmittel, aber sie haben für Tausende unter den ärmsten Menschen neue Hoffnung gebracht. Der UNCTAD-Generalsekretär nennt auch zwei weitere positive Entwicklungen, die für das kommende Jahrhundert sehr vielversprechend sind: die stärkere partizipatorische Rolle der Frau und der wachsende Einfluss der Zivilgesellschaft auf die Politik.

Die UNCTAD wurde in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit dem Auftrag gegründet, Entwicklung durch Handel zu Fördern. Heute versucht sie, „zur Entwicklung aller Menschen und des ganzen Menschen beizutragen; das heißt zur Entwicklung aller Menschen auf allen Kontinenten, ohne Diskriminierung auf Grund von Rasse, Religion oder Kultur“, betont Ricupero. Vertreter der 190 Mitgliedstaaten der UNCTAD werden sich in Bangkok versammeln, um genau darüber zu diskutieren, welche Entwicklungsstrategien in einer zunehmend interdependenten Welt verfolgt werden sollen.

Die UNCTAD ist zwar in erster Linie eine zwischenstaatliche Organisation, aber sie glaubt, dass die Sache der Entwicklung durch eine stärkere Interaktion mit anderen Sektoren der Gesellschaft viel gewinnen kann. Hoffnungen sind das Produkt gegenseitiger Befruchtung von Millionen Träumen und das Ergebnis konzertierter Bemühungen jener, die diesen Träumen Gestalt verleihen.

Die erste Ausgabe des „Buches der Hoffnungen“ soll auf UNCTAD X in Bangkok 3.000 Persönlichkeiten aus aller Welt übergeben werden. Noch in diesem Jahr soll dann die endgültige Fassung vorliegen und weltweit vorgestellt werden.

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Praktische Hinweise

Beiträge von maximal drei Seiten (falls nicht anders vereinbart) sollten bis 31. Januar 2000 für die Präsentation auf der UNCTAD X Konferenz, oder bis 31. Juli 2000 für die Aufnahme in die endgültige Fassung des Buches eingereicht werden. Die Beiträge können in englischer, französischer oder spanischer Sprache abgefasst sein und werden von der UNCTAD ausgewählt und redigiert. Einsendungen können erfolgen durch:

E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.unctad-10.org/index.htm
Fax: +41-22 907 0043. z.Hdn Sophia Twaroq, Projektleiterin
Post: Book of Aspirations, E.9043, UNCTAD/ERS, Palais des Nations, CH-1211 Genf 10, Schweiz

Bitte vergessen Sie nicht Ihre persönlichen Angaben (Name, Beruf, Staatsangehörigkeit, Firma/Organisation, Postanschrift, E-Mail oder Fax und – falls gewünscht – Geschlecht und Alter).

Weitere Informationen bei:
Sophia Twaroq, Projektleiterin, Tel.: +41-22 907 5082; E-Mail: [email protected]; oder Fax: +41-22 907 0043.

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