Agenda 2030 · Ziel 2
Ziel 2: Kein Hunger
Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
Ziel 2 verbindet die Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung mit widerstandsfähigen, produktiven und nachhaltigen Ernährungssystemen. Im Mittelpunkt stehen besonders Kinder, Frauen, Kleinproduzentinnen und Kleinproduzenten sowie Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten.
Ziel 2 im Überblick
Ziel 2 verbindet die Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung mit widerstandsfähigen, produktiven und nachhaltigen Ernährungssystemen. Im Mittelpunkt stehen besonders Kinder, Frauen, Kleinproduzentinnen und Kleinproduzenten sowie Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten.
Wie ist der Stand bei SDG 2 im Jahr 2026?
Die neuesten UN-Schätzungen zeigen leichte Fortschritte bei Hunger und Ernährungsunsicherheit. Gleichzeitig bleiben die Belastungen durch Konflikte, Klimarisiken, hohe Lebensmittelpreise und unzureichende Finanzierung groß.
Die Zahl chronisch unterernährter Menschen ist zuletzt gesunken, doch das Tempo reicht nicht aus, um Hunger bis 2030 zu beenden.
Zwischen 2012 und 2024 sank die Zahl der unter Fünfjährigen mit Wachstumsverzögerung um 30,2 Millionen und mit Auszehrung um 8,1 Millionen.
Der globale Statuswert für produktive und nachhaltige Landwirtschaft lag 2024 bei 3,3 von 5 Punkten.
Konflikte, extreme Wetterereignisse sowie sinkende humanitäre und entwicklungspolitische Finanzierung erhöhen die Risiken für Ernährungssicherheit.
Quelle: Vereinte Nationen, The Sustainable Development Goals Report 2026 und Fortschrittsbericht des UN-Generalsekretärs 2026. Weitere Einzelheiten und Indikatoren sind in den verlinkten UN-Quellen verfügbar.
Die Zielvorgaben von SDG 2
Ziel 2 umfasst 8 Zielvorgaben. Die vollständige offizielle deutsche Fassung ist in der Resolution A/RES/70/1 enthalten.
2.1Hunger beenden
Allen Menschen ganzjährig Zugang zu sicheren, nährstoffreichen und ausreichenden Nahrungsmitteln ermöglichen.
2.2Alle Formen der Mangelernährung beenden
Besonders die Ernährungsbedürfnisse von Kindern, Mädchen, Schwangeren, Stillenden und älteren Menschen berücksichtigen.
2.3Produktivität und Einkommen kleiner Nahrungsmittelproduzenten steigern
Kleinbetriebe, Frauen, indigene Bevölkerungsgruppen, Familienbetriebe, Viehhalter und Fischer besser unterstützen.
2.4Nachhaltige und widerstandsfähige Landwirtschaft fördern
Produktionssysteme stärken, die Ökosysteme schützen und Klima- und Katastrophenrisiken besser bewältigen.
2.5Genetische Vielfalt erhalten
Saatgut, Kulturpflanzen sowie Nutz- und Haustiere und ihre verwandten Wildarten schützen und fair nutzen.
2.aIn ländliche Infrastruktur und Agrarforschung investieren
Internationale Zusammenarbeit, Technologie, Beratungsdienste und Genbanken stärken.
2.bVerzerrungen auf den Agrarmärkten abbauen
Handelsbeschränkungen und Maßnahmen mit vergleichbarer Wirkung im Agrarhandel korrigieren.
2.cLebensmittelmärkte transparenter machen
Markt- und Preisinformationen verbessern, um starke Preisschwankungen bei Nahrungsmitteln zu begrenzen.
Prioritäten für Kein Hunger
Ernährungssysteme resilienter machen
Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung besser gegen Klimaextreme, Konflikte und wirtschaftliche Schocks absichern.
Kleinproduzenten stärken
Zugang zu Land, Finanzierung, Wissen, Technologie, Märkten und menschenwürdiger Arbeit verbessern.
Sozialschutz und Ernährung verbinden
Gezielte Programme für besonders gefährdete Haushalte, Kinder und Frauen ausbauen.
SDG 2 und weitere Ziele der Agenda 2030
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung sind miteinander verbunden. Fortschritte bei SDG 2 unterstützen zugleich weitere soziale, wirtschaftliche und ökologische Ziele.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
- UN Statistics: SDG 2 – aktuelle Daten 2026 (Englisch)
- The Sustainable Development Goals Report 2026 (PDF, Englisch)
- Bericht des UN-Generalsekretärs über die Fortschritte bei den SDGs 2026 (PDF, Englisch)
- United Nations: Goal 2 – Targets and Indicators
- A/RES/70/1 – Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Deutsch)
Häufige Fragen zu SDG 2 – Kein Hunger
Was ist SDG 2?
SDG 2 – Kein Hunger – ist eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
Wie ist der Stand bei SDG 2 im Jahr 2026?
Der aktuelle UN-Bericht zeigt weiterhin erheblichen Handlungsbedarf. Eine zentrale Kennzahl ist 645 Mio.: Menschen waren 2025 chronisch unterernährt.
Wie viele Zielvorgaben hat SDG 2?
SDG 2 umfasst 8 Zielvorgaben. Sie decken die zentralen politischen und praktischen Handlungsfelder des Ziels ab.
Was ist für SDG 2 bis 2030 besonders wichtig?
Zu den wichtigsten Prioritäten gehören Ernährungssysteme resilienter machen, Kleinproduzenten stärken, Sozialschutz und Ernährung verbinden.
Wo finde ich offizielle Daten zu SDG 2?
Offizielle globale Daten und Indikatoren zu SDG 2 veröffentlicht die Statistikabteilung der Vereinten Nationen. Die wichtigsten Quellen sind auf dieser Seite direkt verlinkt.