Vereinte Nationen17 ZieleSDG 2: Kein Hunger

Agenda 2030 · Ziel 2

Ziel 2: Kein Hunger

Den Hunger beenden, ErnÀhrungssicherheit und eine bessere ErnÀhrung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Ziel 2 verbindet die BekÀmpfung von Hunger und MangelernÀhrung mit widerstandsfÀhigen, produktiven und nachhaltigen ErnÀhrungssystemen. Im Mittelpunkt stehen besonders Kinder, Frauen, Kleinproduzentinnen und Kleinproduzenten sowie Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten.

645 Mio.Menschen waren 2025 chronisch unterernÀhrt.7,8 % der Weltbevölkerung
2,1 Mrd.Menschen waren 2025 von moderater oder schwerer ErnÀhrungsunsicherheit betroffen.25,8 % der Weltbevölkerung
30,8 %der Kinder von 6 bis 23 Monaten erreichten zuletzt eine Mindestvielfalt bei der ErnĂ€hrung.globale Auswertung 2018–2024

Ziel 2 im Überblick

Ziel 2 verbindet die BekÀmpfung von Hunger und MangelernÀhrung mit widerstandsfÀhigen, produktiven und nachhaltigen ErnÀhrungssystemen. Im Mittelpunkt stehen besonders Kinder, Frauen, Kleinproduzentinnen und Kleinproduzenten sowie Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten.

Stand 2026

Wie ist der Stand bei SDG 2 im Jahr 2026?

Die neuesten UN-SchĂ€tzungen zeigen leichte Fortschritte bei Hunger und ErnĂ€hrungsunsicherheit. Gleichzeitig bleiben die Belastungen durch Konflikte, Klimarisiken, hohe Lebensmittelpreise und unzureichende Finanzierung groß.

Hunger geht langsam zurĂŒck

Die Zahl chronisch unterernÀhrter Menschen ist zuletzt gesunken, doch das Tempo reicht nicht aus, um Hunger bis 2030 zu beenden.

KinderernÀhrung verbessert sich

Zwischen 2012 und 2024 sank die Zahl der unter FĂŒnfjĂ€hrigen mit Wachstumsverzögerung um 30,2 Millionen und mit Auszehrung um 8,1 Millionen.

Nachhaltige Landwirtschaft kommt nur moderat voran

Der globale Statuswert fĂŒr produktive und nachhaltige Landwirtschaft lag 2024 bei 3,3 von 5 Punkten.

Krisen gefÀhrden Fortschritte

Konflikte, extreme Wetterereignisse sowie sinkende humanitĂ€re und entwicklungspolitische Finanzierung erhöhen die Risiken fĂŒr ErnĂ€hrungssicherheit.

Quelle: Vereinte Nationen, The Sustainable Development Goals Report 2026 und Fortschrittsbericht des UN-GeneralsekretĂ€rs 2026. Weitere Einzelheiten und Indikatoren sind in den verlinkten UN-Quellen verfĂŒgbar.

Agenda 2030

Die Zielvorgaben von SDG 2

Ziel 2 umfasst 8 Zielvorgaben. Die vollstÀndige offizielle deutsche Fassung ist in der Resolution A/RES/70/1 enthalten.

2.1Hunger beenden

Allen Menschen ganzjÀhrig Zugang zu sicheren, nÀhrstoffreichen und ausreichenden Nahrungsmitteln ermöglichen.

2.2Alle Formen der MangelernÀhrung beenden

Besonders die ErnĂ€hrungsbedĂŒrfnisse von Kindern, MĂ€dchen, Schwangeren, Stillenden und Ă€lteren Menschen berĂŒcksichtigen.

2.3ProduktivitÀt und Einkommen kleiner Nahrungsmittelproduzenten steigern

Kleinbetriebe, Frauen, indigene Bevölkerungsgruppen, Familienbetriebe, Viehhalter und Fischer besser unterstĂŒtzen.

2.4Nachhaltige und widerstandsfÀhige Landwirtschaft fördern

Produktionssysteme stĂ€rken, die Ökosysteme schĂŒtzen und Klima- und Katastrophenrisiken besser bewĂ€ltigen.

2.5Genetische Vielfalt erhalten

Saatgut, Kulturpflanzen sowie Nutz- und Haustiere und ihre verwandten Wildarten schĂŒtzen und fair nutzen.

2.aIn lÀndliche Infrastruktur und Agrarforschung investieren

Internationale Zusammenarbeit, Technologie, Beratungsdienste und Genbanken stÀrken.

2.bVerzerrungen auf den AgrarmÀrkten abbauen

HandelsbeschrĂ€nkungen und Maßnahmen mit vergleichbarer Wirkung im Agrarhandel korrigieren.

2.cLebensmittelmÀrkte transparenter machen

Markt- und Preisinformationen verbessern, um starke Preisschwankungen bei Nahrungsmitteln zu begrenzen.

Handlungsbedarf

PrioritĂ€ten fĂŒr Kein Hunger

ErnÀhrungssysteme resilienter machen

Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung besser gegen Klimaextreme, Konflikte und wirtschaftliche Schocks absichern.

Kleinproduzenten stÀrken

Zugang zu Land, Finanzierung, Wissen, Technologie, MĂ€rkten und menschenwĂŒrdiger Arbeit verbessern.

Sozialschutz und ErnÀhrung verbinden

Gezielte Programme fĂŒr besonders gefĂ€hrdete Haushalte, Kinder und Frauen ausbauen.

ZusammenhÀnge

Die Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung sind miteinander verbunden. Fortschritte bei SDG 2 unterstĂŒtzen zugleich weitere soziale, wirtschaftliche und ökologische Ziele.

FAQ

HĂ€ufige Fragen zu SDG 2 – Kein Hunger

Was ist SDG 2?

SDG 2 – Kein Hunger – ist eines der 17 Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030. Den Hunger beenden, ErnĂ€hrungssicherheit und eine bessere ErnĂ€hrung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Wie ist der Stand bei SDG 2 im Jahr 2026?

Der aktuelle UN-Bericht zeigt weiterhin erheblichen Handlungsbedarf. Eine zentrale Kennzahl ist 645 Mio.: Menschen waren 2025 chronisch unterernÀhrt.

Wie viele Zielvorgaben hat SDG 2?

SDG 2 umfasst 8 Zielvorgaben. Sie decken die zentralen politischen und praktischen Handlungsfelder des Ziels ab.

Was ist fĂŒr SDG 2 bis 2030 besonders wichtig?

Zu den wichtigsten PrioritÀten gehören ErnÀhrungssysteme resilienter machen, Kleinproduzenten stÀrken, Sozialschutz und ErnÀhrung verbinden.

Wo finde ich offizielle Daten zu SDG 2?

Offizielle globale Daten und Indikatoren zu SDG 2 veröffentlicht die Statistikabteilung der Vereinten Nationen. Die wichtigsten Quellen sind auf dieser Seite direkt verlinkt.