Vereinte NationenWas ist Klimawandel?

Was ist Klimawandel?

Klimawandel bezeichnet langfristige Veränderungen von Temperaturen und Wettermustern. Seit dem 19. Jahrhundert ist die heutige Erwärmung hauptsächlich auf menschliche Treibhausgasemissionen zurückzuführen.

Stand: August 2026 · Quellen: Vereinte Nationen, WMO, IPCC und UNFCCC

Klimawandel und globale Erwärmung
Informationen der Vereinten Nationen zu Ursachen, Folgen und Lösungen des Klimawandels.
1,43 °Clag 2025 über dem Mittel von 1850–1900
11 Jahre2015–2025 waren die elf wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen
300 Mrd. USDjährliches Klimafinanzierungsziel für Entwicklungsländer bis 2035
1,5 °Cist das Ziel, auf das die Anstrengungen des Pariser Übereinkommens ausgerichtet sind

Klimawandel einfach erklärt

Kurz gesagt: Klimawandel ist eine langfristige Veränderung des Klimasystems. Die gegenwärtige globale Erwärmung wird vor allem durch menschliche Aktivitäten verursacht, insbesondere durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Dadurch steigt die Konzentration wärmespeichernder Treibhausgase in der Atmosphäre.

Die Folgen reichen von häufigeren und intensiveren Hitzewellen über Veränderungen bei Niederschlägen, Dürren und Überschwemmungen bis zu steigendem Meeresspiegel, Verlusten von Eis und Gletschern sowie Risiken für Gesundheit, Ernährung, Wasser, Ökosysteme und Wirtschaft.

Begriffe wie Treibhausgasemissionen, Netto-Null, Anpassung oder Klimafinanzierung erklärt das Klima-Lexikon der Vereinten Nationen.

Der Begriff „Klimawandel“

Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Veränderungen der Temperaturen und Wettermuster. Diese Veränderungen können natürlichen Ursprungs sein und beispielsweise durch Schwankungen in der Sonnenaktivität entstehen.

Doch seit dem 19. Jahrhundert ist der Klimawandel hauptsächlich auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen, allen voran die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Wie entstehen Treibhausgasemissionen?

Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen Treibhausgasemissionen, die sich wie ein Mantel um die Erde legen und so die Sonnenwärme zurückhalten und die Temperaturen ansteigen lassen.

Treibhausgase, deren Emission den Klimawandel mitverursacht, sind beispielsweise Kohlendioxid und Methan. Sie entstehen unter anderem, wenn Benzin als Treibstoff verwendet wird oder Gebäude mit Kohle beheizt werden.

Auch die Rodung von Land- und Waldflächen kann Kohlendioxid freisetzen. Mülldeponien sind einer der Hauptemittenten von Methan. Zu den größten Emittenten gehören der Energiesektor, die Industrie, der Verkehrssektor, Gebäude, die Landwirtschaft und die Flächennutzung. Die daraus entstehenden Folgen des Klimawandels sind heute bereits sichtbar.

Illustration zu Treibhausgasen und globaler Erwärmung
Illustration zu Treibhausgasen und globaler Erwärmung.

Treibhausgase und globale Erwärmung

Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) lag die globale Durchschnittstemperatur 2025 etwa 1,43 °C über dem Mittel von 1850–1900. Die Jahre 2015 bis 2025 waren die elf wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die Konzentrationen der wichtigsten langlebigen Treibhausgase erreichten zuletzt Rekordwerte. Gleichzeitig nehmen Ozeanwärme, Meeresspiegelanstieg und der Verlust von Eis und Gletschern weiter zu.

Viele verbinden Klimawandel vor allem mit höheren Temperaturen. Tatsächlich verändert die zusätzliche Wärme ein eng verknüpftes System – Atmosphäre, Ozeane, Wasserhaushalt und Ökosysteme – und verstärkt Risiken für Menschen und Natur.

Quelle: WMO – State of the Global Climate 2025

Zu den Folgen des Klimawandels gehören heute unter anderem

  • heftige Dürren
  • Wasserknappheit
  • schwere Brände
  • steigender Meeresspiegel
  • Überschwemmungen
  • Abschmelzen von Polareis
  • Unwetterkatastrophen
  • Artenschwund
Die Menschen erleben den Klimawandel unterschiedlich
Der Klimawandel wirkt sich je nach Ort, Einkommen, Alter, Infrastruktur und Verwundbarkeit unterschiedlich aus.

Die Menschen erleben den Klimawandel unterschiedlich

Der Klimawandel kann die Gesundheit, die Fähigkeit zur Nahrungsmittelerzeugung, die Wohnsituation, die Sicherheit und die Arbeit beeinträchtigen.

Manche von uns, zum Beispiel Menschen, die in kleinen Inselstaaten und anderen Entwicklungsländern leben, sind schon heute stärker durch Klimafolgen gefährdet. Phänomene wie das Ansteigen des Meeresspiegels und Salzwasserintrusion sind so weit fortgeschritten, dass schon ganze Siedlungen verlegt werden mussten, und langanhaltende Dürren bringen die Gefahr von Hungersnöten.

Klimafolgen tragen bereits zu Vertreibung und Migration bei und können bestehende soziale und wirtschaftliche Risiken verschärfen. Diese ungleichen Auswirkungen zeigen, warum Klimafinanzierung, Vorsorge und Anpassung an Klimafolgen zentrale Bestandteile der internationalen Klimapolitik sind.

Jeder zusätzliche Bruchteil eines Grades zählt

Der Weltklimarat (IPCC) zeigt, dass Risiken und Schäden mit jedem zusätzlichen Anstieg der globalen Temperatur zunehmen. Das Pariser Übereinkommen verfolgt deshalb das Ziel, den Temperaturanstieg deutlich unter 2 °C zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, ihn auf 1,5 °C zu begrenzen.

Ein einzelnes Kalenderjahr oberhalb von 1,5 °C bedeutet nicht automatisch, dass die langfristige Temperaturgrenze des Pariser Übereinkommens überschritten ist. Entscheidend ist der langfristige Erwärmungstrend.

Klimagerechtigkeit: Die Ursachen und Folgen des Klimawandels sind weltweit ungleich verteilt. Länder und Bevölkerungsgruppen mit geringerem historischen Beitrag zu den Emissionen sind häufig besonders verwundbar.

Deshalb verbinden die Vereinten Nationen Klimaschutz mit Anpassung, Finanzierung, internationaler Zusammenarbeit und einem gerechten Übergang.

Quelle: IPCC – AR6 Synthesis Report

Das Problem ist enorm, doch viele Lösungen sind schon bekannt
Viele Lösungen sind bekannt: Erneuerbare Energien, Effizienz, Anpassung, Finanzierung und internationale Zusammenarbeit.

Das Problem ist enorm, doch viele Lösungen sind schon bekannt

Viele Lösungen für das Problem des Klimawandels können wirtschaftlich rentabel sein und zugleich unser Leben verbessern und die Umwelt schützen.

Daneben weisen auch globale Übereinkünfte wie das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und das Übereinkommen von Paris den Weg nach vorn. Die Maßnahmen lassen sich in drei große Kategorien fassen: Senkung der Emissionen, Anpassung an die Klimafolgen und Finanzierung der erforderlichen Kurskorrekturen.

Durch die Umstellung der Energiesysteme von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Quellen wie Solar- oder Windenergie werden die Emissionen, die den Klimawandel vorantreiben, sinken. Mehr dazu bietet die UN-Seite zur Netto-Null-Koalition. Wir dürfen jedoch keine Zeit verlieren.

Um die Ziele des Pariser Übereinkommens erreichbar zu halten, sind in diesem Jahrzehnt rasche, tiefgreifende und anhaltende Emissionssenkungen erforderlich. Gleichzeitig müssen Energiesysteme effizienter werden und der Ausbau erneuerbarer Energien deutlich beschleunigt werden. Viele Staaten und Unternehmen verfolgen außerdem Netto-Null-Ziele.

Eine Anpassung an die Klimafolgen schützt Menschen und ihre Häuser, Unternehmen, Lebensgrundlagen, Infrastruktur und natürliche Ökosysteme und erfasst die derzeitigen und die zu erwartenden Folgen.

Anpassungen wird es überall geben müssen, vor allem aber jetzt und zugunsten der am stärksten gefährdeten Menschen, die den Klimagefahren am wenigsten entgegenzusetzen haben. Es gibt viel zu gewinnen. So retten Katastrophen-Frühwarnsysteme Menschenleben und Eigentum, und ihr Nutzen kann bis zu zehnmal so hoch sein wie die anfänglichen Kosten.

Entweder begleichen wir die Rechnung jetzt oder zahlen später drauf
Klimaschutz und Anpassung brauchen Investitionen – Nichthandeln ist teurer.

Entweder begleichen wir die Rechnung jetzt oder zahlen später drauf

Der Klimaschutz erfordert umfangreiche finanzielle Investitionen von Regierungen und Unternehmen. Bleiben wir aber untätig, wird uns das weit teurer zu stehen kommen. Weitere Informationen bietet die UN-Seite zur Klimafinanzierung.

Auf der COP29 in Baku wurde ein neues internationales Klimafinanzierungsziel vereinbart: Die Finanzierung für Entwicklungsländer soll bis 2035 auf mindestens 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr steigen. Gleichzeitig sollen öffentliche und private Finanzierungsquellen gemeinsam dazu beitragen, bis 2035 jährlich mindestens 1,3 Billionen US-Dollar für Klimaschutz und Anpassung in Entwicklungsländern zu mobilisieren.

Quelle: UNFCCC – Ergebnisse der COP29

Klima-Zeitstrahl

Der Zeitstrahl ordnet zentrale Schritte ein: vom Beginn der menschengemachten Erwärmung über internationale Abkommen bis zu den Zielen für 2030 und 2050.

19.

Menschliche Aktivität wird Haupttreiber

Die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas erhöht Treibhausgasemissionen.

1992

UN-Klimarahmenkonvention

Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen schafft den globalen Rahmen.

2015

Übereinkommen von Paris

Fast alle Staaten einigen sich darauf, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C zu halten und Anstrengungen für 1,5 °C zu unternehmen.

2024

Neues Klimafinanzierungsziel

Ein neues Ziel sieht mindestens 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr für Entwicklungsländer bis 2035 vor.

2025

Von Verhandlungen zur Umsetzung

Die Konferenz in Belém stärkt den Fokus auf Umsetzung, Anpassung und einen gerechten Übergang.

2030

Entscheidendes Jahrzehnt

Rasche, tiefgreifende und anhaltende Emissionssenkungen sowie mehr Anpassung sind entscheidend.

2035

Klimafinanzierung ausbauen

Das auf der COP29 vereinbarte Finanzierungsziel für Entwicklungsländer soll mindestens 300 Milliarden US-Dollar jährlich erreichen.

Folgen, Risiken und Lösungen

Die Karten bündeln zentrale Aussagen der Seite und helfen, Auswirkungen, Gerechtigkeitsfragen und Handlungsoptionen schneller zu vergleichen.

Folgen

Extremwetter

Dürren, Brände, Überschwemmungen und Unwetterkatastrophen gehören zu den sichtbaren Folgen.

Wasser

Wasserknappheit und Meeresspiegel

Wasserknappheit, Salzwasserintrusion und steigender Meeresspiegel können ganze Siedlungen gefährden.

Ungleichheit

Nicht alle sind gleich betroffen

Kleine Inselstaaten und andere Entwicklungsländer sind oft besonders stark gefährdet.

Verantwortung

Verantwortung und Verwundbarkeit unterscheiden sich

Historische Emissionen, heutige Emissionen, wirtschaftliche Möglichkeiten und Klimarisiken sind weltweit ungleich verteilt.

Minderung

Emissionen senken

Der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Quellen wie Solar- und Windenergie senkt Emissionen.

Anpassung

Menschen schützen

Anpassung schützt Häuser, Unternehmen, Lebensgrundlagen, Infrastruktur und natürliche Ökosysteme.

Frühwarnsysteme

Leben retten

Katastrophen-Frühwarnsysteme können Menschenleben und Eigentum schützen; ihr Nutzen kann bis zu zehnmal so hoch sein wie die Kosten.

Finanzierung

Jetzt investieren

Klimaschutz braucht umfangreiche Investitionen. Untätigkeit wird deutlich teurer.

Für Schüler:innen und Lehrkräfte

Materialien für Unterricht, Referate und Diskussionen erleichtern den Einstieg in die Themen Klimawandel, Klimaschutz und globale Verantwortung.

Referat vorbereiten

Eine einfache Struktur für Präsentationen:

  • Definition
  • Ursachen
  • Folgen
  • Ungleiche Verantwortung
  • Lösungen und UN-Abkommen

Quellen prüfen

Gute Klimainformation nennt Organisation, Datum, Methode und Kontext. Originalquellen wie UN, IPCC, UNEP oder WMO sind für Referate besonders geeignet.

Diskussionsfrage

„Wer sollte zuerst handeln – alle gleich, oder stärker die Länder und Akteure, die historisch mehr Emissionen verursacht haben?“

Mini-Quiz

Welche Aussage beschreibt Klimawandel am besten?

Weiterführende Informationen und Publikationen

Ausgewählte Ressourcen der Vereinten Nationen, UNRIC-Seiten und internationale Berichte vertiefen die Themen Klimapolitik, Klimawissenschaft, Netto-Null und Finanzierung.

Netto-Null

… Netto-Null

Welche Länder sind aktiv? Wer sind die Hauptemittenten? Warum müssen Emissionen sofort drastisch sinken?

Netto-Null-Seite
UN Climate Action
UNRIC

Klimawandel thematisieren

Den Klimawandel zu thematisieren heißt, über ihn aufzuklären und andere zu motivieren, ihren Teil zur Bewältigung der Klimakrise beizutragen.

Warum und wie?
UNRIC
Wissenschaft

IPCC Synthesebericht

Wissenschaftlicher Gesamtstand zu Ursachen, Risiken, Anpassung und Minderung.

Zum IPCC-Bericht
IPCC · 2023
Emissionen

UNEP Emissions Gap Report

Einordnung der Lücke zwischen aktuellen Klimaplänen und notwendigen Emissionspfaden.

Zum UNEP-Bericht
UNEP
Klimadaten

State of the Global Climate 2025

Aktuelle WMO-Daten zu Temperatur, Ozeanwärme, Meeresspiegel, Gletschern, Meereis und Extremereignissen.

Zum WMO-Bericht 2025
WMO · 2026
SDG 13

SDG 13: Klimaschutz

Verbindung zwischen Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung.

Zu SDG 13
UN Sustainable Development

Häufige Fragen

Kurze Antworten erklären zentrale Begriffe und helfen beim Einstieg in das Thema Klimawandel.

Ist Klimawandel dasselbe wie Wetter?

Nein. Wetter beschreibt kurzfristige Zustände. Klimawandel beschreibt langfristige Veränderungen von Temperaturen und Wettermustern.

Warum sind fossile Brennstoffe so wichtig in der Erklärung?

Seit dem 19. Jahrhundert ist der Klimawandel hauptsächlich auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen, vor allem auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas.

Was bedeutet Anpassung an Klimafolgen?

Anpassung schützt Menschen, Häuser, Unternehmen, Lebensgrundlagen, Infrastruktur und natürliche Ökosysteme vor aktuellen und erwarteten Klimafolgen.

Warum ist Klimafinanzierung wichtig?

Klimaschutz und Anpassung erfordern umfangreiche Investitionen. Das auf der COP29 vereinbarte neue Ziel sieht vor, die Klimafinanzierung für Entwicklungsländer bis 2035 auf mindestens 300 Milliarden US-Dollar jährlich zu erhöhen.

Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima?

Wetter beschreibt kurzfristige Zustände der Atmosphäre an einem bestimmten Ort. Klima beschreibt typische Wetterbedingungen und ihre Schwankungen über längere Zeiträume. Klimawandel bezeichnet langfristige Veränderungen dieses Klimasystems.

Was sind die wichtigsten Ursachen des heutigen Klimawandels?

Die wichtigste Ursache ist die Freisetzung von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten, insbesondere die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Weitere Quellen sind unter anderem Landwirtschaft, Industrie, Landnutzungsänderungen und Abfall.

Was bedeutet das 1,5-Grad-Ziel?

Das Pariser Übereinkommen sieht vor, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, sie auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Welche Lösungen gegen den Klimawandel gibt es?

Zu den wichtigsten Ansätzen gehören die Senkung von Treibhausgasemissionen, der Ausbau erneuerbarer Energien, höhere Energieeffizienz, der Schutz natürlicher Kohlenstoffspeicher, Anpassung an unvermeidbare Folgen und ausreichende Klimafinanzierung.