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Sechs von sieben Morden an Journalisten bleiben ungesühnt, berichtet die UNESCO

© Adobe Stock/Supamotion

Laut dem jüngsten Bericht der UN-Kulturorganisation UNESCO ist die weltweite Straflosigkeit bei Morden an Journalisten zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt gestiegen, während der zunehmende Einsatz von Drohnen eine neue Bedrohung für Reporter in Konfliktgebieten darstellt.

„Journalisten bezahlen zunehmend mit ihrem Leben für die Berichterstattung an der Front, und viel zu oft werden die Verantwortlichen für ihre Morde nicht zur Rechenschaft gezogen“, sagte Generaldirektor Khaled El-Enany.

Die UNESCO begann im Jahr 2012 erstmals damit, den Anteil der ungesühnten Morde an Journalisten zu erfassen. Die Quote erreichte 2024–2025 86 Prozent, was einem Anstieg um ein Prozent gegenüber dem vorangegangenen Zweijahreszeitraum entspricht.

Insgesamt kamen in den Jahren 2024–2025 nach bestätigten Angaben 189 Journalisten und andere Medienmitarbeiter ums Leben – das sind 20 Prozent mehr als im vorangegangenen Zweijahreszeitraum und die höchste Zahl seit 2014–2015.

Mehr als zwei Drittel davon, nämlich 127, wurden in Konfliktgebieten getötet; dies entspricht 67 Prozent der Todesopfer.

Die Ergebnisse stammen aus dem Bericht des Generaldirektors über die Sicherheit von Journalisten und die Gefahr der Straflosigkeit, der alle zwei Jahre anlässlich des Internationalen Tages zur Beendigung der Straflosigkeit bei Verbrechen gegen Journalisten am 2. November veröffentlicht wird.

„Im vergangenen Jahr haben mindestens 34 Journalisten den höchsten Preis gezahlt. Sechs von sieben dieser Morde bleiben ungestraft. In Konfliktsituationen liegt die Straflosigkeitsquote bei nahezu 100 Prozent“, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Botschaft zu diesem Tag.