Die Folgen von Kinderarmut und fehlenden Bildungschancen kommen die öffentlichen Haushalte einer Studie zufolge teuer zu stehen.
Ein Kind, das in Deutschland unter schwierigen Bedingungen aufwächst, trägt demnach im Laufe seines Lebens schätzungsweise rund 200.000 Euro weniger zu den öffentlichen Haushalten bei als ein Kind, das diese Einschränkungen nicht hat.
Das Institut der deutschen Wirtschaft, das das Gutachten im Auftrag des UN-Kinderhilfswerks Unicef erstellte, hat die unterschiedlichen Lebenswege miteinander verglichen. Demnach ergibt sich durch ein Kind, das später einen akademischen Bildungsweg einschlägt, für den Staat eine geschätzte Steuerbilanz von knapp einer Million Euro. Bei Kindern ohne berufsqualifizierenden Abschluss entstehe dagegen im Laufe des Lebens ein rechnerisches Minus für den Staat von knapp 400.000 Euro.
In der IW-Studie heißt es, der Staat müsse mehr tun, um Kinder und Eltern zu unterstützen – etwa durch Ganztagsschulen und Familienzentren.

