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Guterres fordert die Staats- und Regierungschefs auf, in den Frieden zu investieren, während sich die Konflikte verschärfen

UN-Generalsekretär Guterrres hat an die Staats- und Regierungschefs der Welt appelliert, in den Frieden zu investieren, da Gewalt, Spaltung und Konflikte das Leid weltweit verschärfen.

António Guterres sprach während der jährlichen Zeremonie an der japanischen Friedensglocke auf dem Gelände des UN-Hauptquartiers in New York.

„Jedes Jahr erinnert uns der Klang der Friedensglocke an unsere wichtigste und folgenreichste Aufgabe: den Frieden zu schaffen“, sagte er.

Frieden in Gefahr

Er betonte, dass „Frieden niemals eine passive Errungenschaft ist“ und harte Arbeit sowie Taten erfordert, doch die Bemühungen um Frieden stocken.

„Gewalt und Spaltung zerreißen Gemeinschaften“, sagte er. „Konflikte weiten sich aus und verschärfen sich. Die Menschen leiden. Und der Dialog und die Solidarität, die für Lösungen erforderlich sind, bleiben auf der Strecke.“

Der Appell des Generalsekretärs erfolgt im Vorfeld des Internationalen Tages des Friedens am 21. September, der unter dem Motto „In den Frieden investieren: Für alle, überall, jeden Tag“ begangen wird.

Er hob die Freiwilligen, Aktivisten, Führungskräfte der Zivilgesellschaft, Friedenstruppen und Friedensstifter auf der ganzen Welt hervor, die dieses Thema mit Leben füllen.

Er stellte fest: „Wo Regierungen versagen, Frieden zu schaffen, zeigen die Menschen einen anderen Weg auf“, indem sie ihre Stimme erheben, Gräben überbrücken und Gemeinschaften heilen.

Der Generalsekretär forderte die Staats- und Regierungschefs der Welt, die sich in den kommenden Wochen bei den Vereinten Nationen versammeln werden, nachdrücklich auf, diesem Beispiel zu folgen, indem sie in Gesundheit, Bildung, Ernährung und soziale Sicherung investieren sowie Institutionen und Systeme aufbauen, denen die Menschen vertrauen können.

Solidarität, Handeln und Investitionen

Sie müssen zudem die Menschenrechte und die Menschenwürde schützen, sich erneut zu den „bewährten Instrumenten des Friedens – Diplomatie, Dialog, Verhandlungen und Friedenssicherung“ bekennen und Kriege und Konflikte beenden.

„Heute rufe ich die Staats- und Regierungschefs der Welt dazu auf, sich uns anzuschließen: Ergreifen Sie Maßnahmen, investieren Sie in Lösungen und leisten Sie die harte Arbeit, um einen dauerhaften, nachhaltigen Frieden aufzubauen.“

Ein bleibendes Symbol des Friedens

Die japanische Friedensglocke wurde den Vereinten Nationen am 8. Juni 1954 von der UN-Vereinigung Japans überreicht.

Die Glocke wurde aus Münzen gegossen, die von Delegierten aus 60 Nationen gespendet wurden, sowie aus individuellen Beiträgen verschiedener Metalle, und befindet sich in einem Holzbau, der einem traditionellen Shinto-Schrein ähnelt.

Die Glocke wird zweimal im Jahr geläutet: am ersten Tag des Frühlings, zur Frühlings-Tagundnachtgleiche, sowie zum Gedenken an den Internationalen Tag des Friedens.

„Dies ist das letzte Mal, dass ich die Friedensglocke läuten werde“, sagte Guterres, der die Vereinten Nationen zum Jahresende verlässt, betonte jedoch: „Ich werde immer an der Seite der Verfechter des Friedens auf der ganzen Welt stehen.“