WHO: Starker Anstieg der COVID-19-Todesfälle in Afrika

COVID-19-Todesfälle in Afrika sind in den letzten Wochen stark gestiegen, teilte das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag mit. Der Kontinent erlebt derzeit den schnellsten Anstieg der Fälle seit Beginn der Pandemie.

Die COVID-19-Todesfälle stiegen letzte Woche um mehr als 40 Prozent und erreichten 6.273 oder fast 1.900 mehr als in der Vorwoche. Die Zahl liegt knapp unter dem Höchststand von 6.294, der im Januar verzeichnet wurde.

„Die Zahl der Todesfälle ist in den letzten fünf Wochen steil gestiegen. Dies ist ein deutliches Warnzeichen dafür, dass die Krankenhäuser in den am stärksten betroffenen Ländern an ihre Grenzen stoßen“, sagte Dr. Matshidiso Moeti, WHO-Regionaldirektor für Afrika. „Unterfinanzierte Gesundheitssysteme in Ländern sehen sich mit einem gravierenden Mangel an Gesundheitspersonal, Versorgungsmaterial, Ausrüstung und Infrastruktur konfrontiert, die für die Versorgung schwerkranker COVID-19-Patienten erforderlich sind.“

Afrikas Sterberate, also der Anteil der Todesfälle unter den bestätigten Fällen, liegt bei 2,6 Prozent im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von 2,2 Prozent.

Die COVID-19-Fälle auf dem Kontinent sind acht Wochen in Folge gestiegen und haben am Dienstag sechs Millionen überschritten, berichtete die WHO.