Das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) meldet, dass gestern 915 Lkw in den Gazastreifen gelangt sind, um dort Hilfsgüter auszuliefern. Es war der zweite Tag des Waffenstillstands zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas. OCHA beruft sich auf israelische Informationen. Farhan Haq, Vizesprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, bestätigte die Angaben unter Berufung auf UN-Mitarbeitende vor Ort.
Das wären wesentlich mehr als während der Kämpfe: Vor dem Krieg, der durch das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde, hatten an normalen Tagen rund 500 Lastwagen Waren in den Küstenstreifen transportiert. Ägypten habe rund 350 Lastwagen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen geschickt, sagte ein Vertreter des Ägyptischen Roten Halbmonds. Wie am Vortag kamen die Güter über den von Israel kontrollierten Grenzübergang Kerem Schalom in das abgeriegelte Küstengebiet.
In Nähe des ägyptischen Grenzübergangs Rafah stehen dem Ägyptischen Roten Halbmond zufolge mehr als 3.000 Lkw bereit, um Hilfsgüter nach Gaza zu bringen. Katar erklärte, es werde während der ersten zehn Tage der Waffenruhe täglich 1,2 Millionen Liter Treibstoff für den Gazastreifen zur Verfügung stellen. Über Kerem Schalom seien 25 Lkw mit Treibstoff gekommen, um unter anderem Krankenhäuser und Notunterkünfte mit Strom zu versorgen, teilte das katarische Außenministerium mit.