11.04.2025
Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) warnt vor den Folgen neuer US-Zölle für die am stärksten gefährdeten Länder.
Rebeca Grynspan, Generalsekretärin der UNCTAD, erklärte, dass die 44 am wenigsten entwickelten Länder weniger als zwei Prozent zum US-Handelsdefizit beitrügen, höhere Zölle verschärften ihre Schuldenkrisen jedoch weiter. In einem Interview mit UN News rief sie dazu auf, diese Länder von den geplanten Maßnahmen auszunehmen.
Auch UN-Generalsekretär António Guterres hatte zuvor betont: „Handelskriege sind äußerst negativ“ und hätten potenziell verheerende Auswirkungen. Die Unsicherheit auf den Märkten bremse Investitionen und schade der globalen Wirtschaft insgesamt.
Grynspan erklärte weiter, dass Exporte aus den ärmsten Ländern häufig Rohstoffe beträfen, die Teil internationaler Produktionsketten seien und nicht mit US-Produkten konkurrierten. Besonders betroffen seien kleine Inselstaaten oder Länder wie Madagaskar, das vor allem Vanille exportiert. UNCTAD unterstützt diese Staaten mit Analysen, Beratung und politischer Begleitung, um ihre Position in der Weltwirtschaft zu stärken.
Regionale Handelsabkommen wie die Afrikanische Freihandelszone könnten neue Chancen eröffnen. Ziel sei es, wirtschaftliche Vielfalt zu fördern und die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Diese Partnerschaften könnten gerade in diesem Moment von großer Bedeutung sein.