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Berlin: Breite Unterstützung für UN-Friedenssicherung

15.05.2025

Über 130 Staaten und internationale Partner haben beim UN Peacekeeping Ministerial 2025 in Berlin ihre Unterstützung für Friedenssicherungseinsätze der Vereinten Nationen bekräftigt.

UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor zunehmendem Druck auf die Einsätze und forderte deren Anpassung an die sicherheitspolitischen Realitäten des 21. Jahrhunderts. „Die Welt braucht die Vereinten Nationen. Und die Vereinten Nationen brauchen eine Friedenssicherung, die für die Realitäten von heute und die Herausforderungen von morgen bestens gerüstet ist,“, betonte Guterres vor den mehr als 1.000 Teilnehmenden, darunter zahlreiche Außen- und Verteidigungsminister und Ministerinnen.

Die zweitägige Konferenz, ausgerichtet von der Bundesregierung,war ein zentrales hochrangiges Forum für den Austausch über die Zukunft und Reform der UN-Friedenssicherung. Deutschland stellte dabei ein umfassendes „Pledging“-Paket in Höhe von 82 Millionen Euro vor – unter anderem für Ausbildungsinitiativen.

Bei der Abschlusspressekonferenz verwies Guterres auf die angespannte Sicherheitslage: Die Zahl bewaffneter Konflikte sei so hoch wieseit Jahrzehnten nicht mehr. Friedenssicherungseinsätze müssten sich zunehmend gegen gezielte Angriffe mit Drohnen, improvisierte Sprengsätzen und Desinformationskampagnen behaupten. Die Einsatzmandate müssten daher regelmäßig überprüft und an die jeweiligen Kontexte angepasst werden.

Zudem forderte Guterres die Mitgliedstaaten zu verlässlicher Finanzierung auf: „Es ist essentiell, dass alle Mitgliedstaaten ihre finanziellen Verpflichtungen vollständig und pünktlich erfüllen.“

Die Konferenz in Berlin ist Teil eines umfassenden Reformprozesses. Im Rahmen des „Pakts für die Zukunft“ arbeiten die UN an einem neuen, flexibleren und effizienteren Konzept für Friedenssicherungseinsätze. Mit Blick auf das 80-jährige Bestehen der Vereinten Nationen und zehn Jahre nach dem Friedensgipfel in New York markiert das diesjährige Ministerial einen wichtigen Meilenstein.

Derzeit sind weltweit mehr als 61.000 uniformierte Einsatzkräfte aus 119 Ländern sowie über 7.000 zivile Mitarbeitende in elf UN-Missionen tätig.