10.04.2025
Mehr als drei Jahre nach Beginn der Invasion durch Russland bleibt die Lage für die Zivilbevölkerung in der Ukraine dramatisch.
Laut einem neuen Bericht der UN-Kommission für die Beobachtung der Menschenrechte in der Ukraine (HRMMU) starben allein im März 164 Menschen, 910 wurden verletzt – ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
Besonders betroffen waren Städte wie Dnipro, Charkiw, Sumy und Krywyj Rih, wo es zu zahlreichen Angriffen auf Wohngebiete kam. In Krywyj Rih, rund 65 Kilometer von der Front entfernt, trafen fünf Angriffswellen auch Hotels und Restaurants.
Insgesamt wurden 29 medizinische und 50 Bildungseinrichtungen beschädigt, einige davon vollständig zerstört.
„Krankenhäuser stehen unter besonderem Schutz des humanitären Völkerrechts und dürfen nicht angegriffen werden“, sagte Danielle Bell, Leiterin der UN-Mission.
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk betonte, dass Angriffe ohne Unterscheidung zwischen militärischen und zivilen Zielen völkerrechtswidrig sind.
Auch im April hielten die Angriffe an: Am 4. April starben bei einem Raketenangriff auf einen Spielplatz 19 Menschen, darunter neun Kinder.
Hilfsteams sind vor Ort und ermitteln den Bedarf der betroffenen Bevölkerung. „Die Menschen in der Ukraine haben ein Leben in Sicherheit und Würde verdient“, erklärte das UN-Nothilfebüro (OCHA).