Die frühere deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat sich am Mittwoch im UN-Hauptquartier in New York offiziell als Kandidatin für das Amt der Präsidentin der 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen vorgestellt. Bei einem öffentlichen Dialog mit UN-Mitgliedstaaten betonte sie die wachsende Bedeutung der Vereinten Nationen angesichts globaler Krisen. „Die UN werden heute mehr gebraucht denn je“, sagte Baerbock.
Am 2. Juni 2025 wählen die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Präsidentin oder den Präsidenten der 80. UN-Generalversammlung. Turnusgemäß stellt in diesem Jahr die Gruppe der „Westeuropäischen und anderen Staaten“ den Vorsitz – Deutschland hat Annalena Baerbock offiziell nominiert.
Unter dem Leitmotiv „Better Together“ stellte Baerbock ihre Agenda vor, die auf eine handlungsfähige, inklusive und zukunftsorientierte UN abzielt. Sie wolle die UN-Generalversammlung als „Herzstück des Multilateralismus“ stärken und Reformprozesse wie den „Pakt für die Zukunft“ aktiv vorantreiben. Weitere Schwerpunkte ihrer Vision sind die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs), Friedenssicherung und der Schutz der Menschenrechte.
„Die Vereinten Nationen sind dazu da, ihren Menschen zu dienen. Und der Aufbau einer besseren Zukunft ist nur möglich, wenn wir uns mit den kommenden Generationen auseinandersetzen“, sagte Baerbock. „Unsere Arbeit endet nicht in New York, Genf, Nairobi oder Bonn. Aber wir müssen unsere Diskussionen und unsere Arbeit näher an die Menschen heranbringen.“
Sollte Annalena Baerbock am 2. Juni zur Präsidentin der Generalversammlung gewählt werden, wäre sie erst die fünfte Frau in diesem Amt.
Die Vorstellung ihrer Kandidatur sowie der informelle Dialog mit den Mitgliedstaaten wurden live auf UN Web TV übertragen und ist hier auch nachträglich abrufbar.