Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat Israel erneut aufgefordert, die Lieferung lebensrettender Hilfe an die Menschen im Gazastreifen zu ermöglichen.
Die israelischen Behörden verweigern weiter die von den Vereinten Nationen geleiteten Bemühungen, die Palästinenser mit lebenswichtiger Hilfe zu versorgen, so OCHA und stellte fest, dass nur sieben von 22 geplanten humanitären Transporten der Vereinten Nationen am vergangenen Sonntag ermöglicht wurden.
Davon wurden sechs ganz verweigert, fünf behindert und vier aufgrund von Sicherheits- und logistischen Problemen abgesagt.
Neuer Evakuierungsbefehl
Die anhaltenden Feindseligkeiten und Evakuierungsbefehle führen weiter zur Vertreibung der Zivilbevölkerung im gesamten Gazastreifen.
„Zivilisten müssen geschützt werden, ob sie nun gehen oder bleiben“, sagte OCHA. „Diejenigen, die vor den Kämpfen fliehen, müssen in Sicherheit gebracht werden, und es muss ihnen möglich sein, freiwillig zurückzukehren, wenn es die Situation erlaubt.“
Am Sonntag erließ das israelische Militär einen neuen Evakuierungsbefehl für die Bewohner des Viertels Al Mufti in An Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens. Nach Angaben der humanitären Partner sind etwa 4.100 Menschen von dieser Anordnung betroffen.
Zu dem evakuierten Gebiet gehören Bewohner, die in und um zwei vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA verwalteten Vertreibungslager leben. Außerdem befinden sich dort drei medizinische Einrichtungen, zwei Wasserstellen und zwei temporäre Lernorte.