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Gaza: UN warnen vor „Angriff auf die Würde“ der Menschen

UN News | Jonathan Whittall, Leiter des Büros des UN-OCHA für das besetzte palästinensische Gebiet, spricht mit Journalisten in Gaza.

28.04.2025

Angesichts der immer dramatischeren Lage in Gaza haben die Vereinten Nationen am Samstag eindringlich vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Krise gewarnt. Durch die anhaltende Blockade und eskalierende Gewalt sind Hilfslieferungen massiv eingeschränkt.

„Heute überleben die Menschen in Gaza nicht mehr. Wer nicht durch Bomben und Kugeln stirbt, stirbt langsam“, sagte Jonathan Whittall, Leiter des OCHA-Büros in Gaza, bei einer Pressekonferenz. Krankenhäuser seien überlastet, Lebensmittel und Wasser knapp, Müll häufe sich auf den Straßen, Schulen seien zerstört oder unzugänglich. „Nirgendwo in Gaza ist es heute sicher“, so Whittall.

Besonders alarmierend sei der Anstieg von Hunger und Mangelernährung – vor allem bei Kindern. Whittall sprach von einem „Krieg ohne Grenzen“ und betonte: „Dies ist nicht nur eine humanitäre Krise – es ist ein Angriff auf die Würde der Menschen.“ Lieferungen von Hilfsgütern würden systematisch blockiert.

Trotz aller Herausforderungen setzen humanitäre Organisationen ihre Arbeit fort – mit immer weniger Mitteln. Der Zugang zu wichtigen Einrichtungen wie dem zentralen Lagerhaus von UNICEF in Rafah sei jedoch stark eingeschränkt. Auch das Hauptlager von UNRWA wurde von Journalist*innen besucht – es ist nahezu leer, selbst Grundnahrungsmittel wie Mehl fehlen.

„Leben hängen davon ab, dass die Blockade aufgehoben wird und Hilfe Gaza erreicht“, so Whittall.

Die UN rufen erneut zu einer sofortigen Waffenruhe, der Freilassung aller Geiseln und dem ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe auf.