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Guterres alarmiert über israelische Pläne zur Ausweitung der Bodenoffensive in Gaza

© UNICEF/Eyad El Baba | UN-Mitarbeitende verabreichen im September 2024 in einer Gesundheitsklinik in Deir al-Balah, Gaza, Polio-Impfstoffe.

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich angesichts von Medienberichten über eine mögliche Ausweitung der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen alarmiert gezeigt. „Dies würde unweigerlich zu weiteren zivilen Opfern und zur Zerstörung von Gaza führen“, erklärte sein Sprecher Farhan Haq am Montag in New York.

Guterres erneute seinen Appell zu einem sofortigen Ende der Gewalt und betonte: „Gaza ist und bleibt integraler Bestandteil eines zukünftigen palästinensischen Staates.“ Die Vereinten Nationen fordern weiterhin eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe sowie die bedingungslose Freilassung aller Geiseln .

Scharfe Kritik äußerte das UN-Nothilfeteam in den besetzten palästinensischen Gebieten an Plänen, das humanitäre Liefersystem durch eine militärisch kontrollierte Verteilung zu ersetzen. Eine solche Struktur untergrabe die humanitären Prinzipien. Die UN und Hilfsorganisationen in Gaza bekräftigten, sich an keinem System zu beteiligen, das nicht den Grundsätzen der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität entspricht.

Der humanitäre Zugang bleibt weiterhin stark eingeschränkt. Allein seit Samstag wurden 19 von 27 geplanten Hilfslieferungen blockiert. In weiten Teilen herrscht akuter Mangel an sauberem Wasser, Treibstoff und Lebensmitteln. Zudem kam es vermehrt zu Plünderungen und Angriffen auf Lagerhäuser, da die Vorräte erschöpft seien, so das UN-Nothilfeteam. In Rafah konnten seit dem 18. April keine Treibstofftransporte mehr durchgeführt werden.

Die UN rufen alle Konfliktparteien dazu auf, humanitären Zugang zu gewährleisten und die Zivilbevölkerung zu schützen. Guterres unterstrich: „Was Gaza jetzt braucht, ist Frieden – nicht eine neue Eskalation.“