A-Z Seitenindex

IMO: Einigung zur Emissionsreduktion in der internationalen Schifffahrt

IMO | Ein mit Fracht beladenes Containerschiff nähert sich einem Hafen.

 

14.04.2025

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich Mitgliedstaaten der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) auf ein globales Rahmenwerk zur Emissionsreduktion in der Schifffahrt geeinigt.

Ziel ist es, bis 2050 Netto-Null-Emissionen im internationalen Seeverkehr zu erreichen. Die neuen Vorgaben betreffen große Hochseeschiffe mit mehr als 5.000 Bruttoregistertonnen – diese sind für rund 85 Prozent der CO₂-Emissionen der Branche verantwortlich.

Ab 2027 sollen verbindliche Kraftstoffstandards sowie ein globaler CO₂-Preis für die Schifffahrt eingeführt werden. Emissionsarme Schiffe sollen finanziell begünstigt werden, während stark emittierende Schiffe Kompensationszahlungen leisten müssen.

Ein neu geschaffener IMO-Fonds soll mit diesen Einnahmen Forschung, Infrastrukturprojekte und den Technologiewandel in Entwicklungsländern unterstützen. Auch besonders verwundbare Staaten, wie kleine Inselstaaten und die am wenigsten entwickelten Länder, sollen gezielte Hilfe erhalten.

Die IMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in London, zuständig für Sicherheit, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung in der globalen Schifffahrt. IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez sprach von einem bedeutenden Schritt im globalen Klimaschutz und einem Signal für eine modernisierte, nachhaltige Schifffahrt.

Die formelle Verabschiedung der Maßnahmen ist für Oktober 2025 geplant, das Inkrafttreten für 2027.