28.05.2025
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat die jüngsten Sanktionslockerungen der USA, Großbritanniens und der Europäischen Union gegen Syrien begrüßt. Die Maßnahmen seien ein wichtiges Signal der Hoffnung für Millionen syrische Vertriebene im In- und Ausland, erklärte die UN-Organisation.
Nach über 14 Jahren Konflikt, Zerstörung und wirtschaftlichem Stillstand könnten die Lockerungen – die sich auf eingefrorene Vermögenswerte in Höhe von rund 15 Milliarden US-Dollar beziehen – entscheidende Impulse für den Wiederaufbau und eine nachhaltige Friedensförderung geben.
Nach UN-Schätzungen hat Syrien im Verlauf des Bürgerkriegs wirtschaftliche Verluste von mehr als 800 Milliarden US-Dollar erlitten. Laut Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) wird das Land Jahrzehnte benötigen, um wirtschaftlich wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.
Die Rückkehr von rund zwei Millionen Menschen seit dem offiziellen Kriegsende Ende 2024 deute auf einen weit verbreiteten Wunsch nach einem Neubeginn hin. Nun sei es an der internationalen Gemeinschaft, diesen Willen mit langfristigen Investitionen und konkreter Unterstützung zu begleiten, so die IOM.
„Hoffnung muss durch konkrete Unterstützung ergänzt werden,“ betonte IOM-Generaldirektorin Amy Pope. Es sei nun entscheidend, den Übergang von reiner humanitärer Hilfe zu einem stabilen, nachhaltigen Wiederaufbauprozess zu ermöglichen.