Nach zweiwöchigen Verhandlungen über Maßnahmen zur Bekämpfung von Bodendegradation, Wüstenbildung und Dürre ist in Ulaanbaatar, Mongolei, die 17. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD COP17) zu Ende gegangen.
Sowohl im Rahmen der Verhandlungen als auch der Aktionsagenda wurden in Ulaanbaatar zentrale Elemente der Umsetzung zusammengeführt: politische Weichenstellung, Wissenschaft, Finanzierung, investitionsreife Projekte, Partnerschaften und eine stärkere Beteiligung der Menschen, die die Landflächen der Welt bewirtschaften.
Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen der 197 Vertragsparteien der UNCCD rückte die Weidelandschaften der Welt – die 54 Prozent der Landfläche der Erde bedecken, rund zwei Milliarden Menschen ernähren und von etwa 500 Millionen Weidewirtschaftlern bewirtschaftet werden – in den Mittelpunkt der globalen Landagenda.
Die im Rahmen des Internationalen Jahres der Weidelandschaften und Hirten in Ulaanbaatar ins Leben gerufene „Rangelands Flagship Initiative“ bündelt 1,2 Milliarden US-Dollar für 45 Projekte und stellt damit die größte Einzelmobilisierung für Weidelandschaften in der Geschichte des Übereinkommens dar.
Neben den Verhandlungen brachte die COP17 eine Reihe von Initiativen und finanziellen Zusagen hervor, die darauf abzielen, Maßnahmen zur Landrenaturierung und zur Stärkung der Dürreresilienz zu beschleunigen.

